Pläne für neuen Bahnhof vorgestellt

Moderne Architektur

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So soll der neue Füssener Bahnhof von Süden betrachtet aussehen.

Füssen – Ein dreistöckiges Hauptgebäude mit moderner Glasfront sowie zwei Nebengebäude mit Holzverkleidung und schwungvollen Dachlinien sind die wesentlichen äußeren Merkmale des geplanten neuen Füssener Bahnhofs.

Am gestrigen Donnerstagabend stellten Vertreter der Firma Hubert Schmid sowie Bürgermeister Paul Iacob (SPD) und Bauamtsleiter Armin Angeringer im Rathaus die Pläne der Presse vor. 

„Wir sind der Überzeugung, dass das Gebäude den Ansprüchen der Neuzeit und der Stadt Füssen gerecht wird“, sagte Geschäftsführer Florian Schmid. Sollte der Stadtrat wie erwartet am kommenden Dienstagabend sein Einverständnis zu den Plänen geben, könnte bereits im Frühjahr mit dem Bau begonnen werden.

Das Geheimnis ist gelüftet: Einen Tag nach dem Fraktionsbeirat wurde am Donnerstagabend die Füssener Presse über die Pläne für den neuen Bahnhofsneubau informiert. Diese sehen ein dreistöckiges Hauptgebäude mit moderner Glasfront und hochwertigen Fassadenplatten vor. „Ganz bewusst“ habe man sich dabei für eine moderne „städtische Architektur“ entschieden, erklärte Thomas Schäfer, Leiter des Planungsbüros bei Hubert Schmid. Man sei sich bei der Planung der großen Verantwortung bewusst gewesen.

Außerdem füge sich der Bahnhof so optimal in die im Umfeld bereits vorhandenen Gebäude des Unternehmens (Betreutes Wohnen) oder auch das Hotels Luitpoldpark ein. „Rund um den Bahnhof gibt es repräsentative städtische Gebäude. Den Abschluss der Bahnhofsstraße zu gestalten, war eine reizvolle Aufgabe“, erklärte Markus Zendath, bei Hubert Schmid zuständig für die Immobilien. Bürgermeister Iacob sagte: „Die Architektur steht für die Offenheit der Stadt Füssen!“

Die beiden deutlich kleineren Nebengebäude westlich und nördlich des Hauptgebäudes fallen durch ihre Holzfassade und schwungvolle, markante Dachlinien auf. Miteinander verbunden sind alle drei Komplexe im Erdgeschoss. Fast schon selbstverständlich: Der Bahnhof wird komplett barrierefrei gebaut.

Die Wartehalle soll mit einer Fußbodenheizung, W-Lan, Geldautomat, Infotafel und einem Fahrkartenverkauf der Bahn ausgestattet werden. Dazu kommen öffentliche Toiletten. Schüler und andere Busreisende werden durch die Halle in Richtung Busbahnhof geschleust werden, die übrigen Reisenden auf der Ostachse in Richtung Innenstadt. Im Erdgeschoss sollen neben der Wartehalle ein Zeitungs- und Buchhandlung einziehen, ein Tagescafè mit Außenbestuhlung sowie eine Apotheke. Der Einzug eines Fahrradhandels- und -verleihs sei hingegen noch nicht in trockenen Tüchern. Außerdem sind zwei Ladeneinheiten offenbar noch zu haben.

In die jeweils etwa 400 Quadratmeter großen beiden Stockwerke darüber sollen Firmen mit ihren Büros oder Arztpraxen einziehen. Für Dreiviertel der Fläche gebe es bereits feste Zusagen, so Zendath. Bürgermeister Iacob wiederholte, dass eine große, international tätige Füssener Firma, die dringend neue Gebäude suche, Gewehr bei Fuß stehe. Sämtliche Mietverträge, erklärte Zendath, seien auf zehn bis zwanzig Jahre angelegt. Was allein noch fehle, sei die Zustimmung des Stadtrats zum Neubau.

An Parkplätzen sind 24 Kurzzeitparkplätze auf der Südseite sowie 22 Langzeitparkplätze auf der Nordseite geplant. Die Mitarbeiter der im Bahnhof ansässigen Firmen sollen in der Tiefgarage des Betreutes-Wohnen-Heims parken. Der Freyberg-Park werde von Abriss und Neubau des Bahnhofs übrigens nicht tangiert, betonte Planer Thomas Schäfer. Der Bau werde auch unabhängig vom Verkehrskonzept der Stadt gebaut, sei aber mit diesem kompatibel.

Stimmt der Stadtrat am Dienstagabend dem Vorhaben zu, kann bereits im kommenden Frühjahr mit dem Bau begonnen werden. Fertigstellung wäre dann im Frühjahr 2016. Dass der Stadtrat sein Einvernehmen erteilt, davon ist Bürgermeister Iacob überzeugt: „Die Planungen sind allseits auf ein positives Echo gestoßen“, berichtete er von der Sitzung des Fraktionsbeirats am Abend zuvor. Die Stadt sei froh, mit Hubert Schmid einen Investor gefunden zu haben. „Dieses Gebäude muss repräsentativ sein. Es muss neben der Optik aber auch eine Wirtschaftlichkeit haben“, betonte er. „Das ist mit Hubert Schmid ehr gut gelungen!“

Matthias Matz

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