Bauausschuss stimmt Plänen zur Sanierung der Realschule zu

"Dringend erforderlich"

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Die Füssener Realschule soll voraussichtlich ab dem kommenden Jahr umfangreich für sieben Millionen Euro saniert und modernisiert werden.

Füssen – Die Liste der Mängel ist lang. Zu lang. Daher zeigten sich die Mitglieder des Bauausschusses am Dienstagabend erleichtert, dass der Landkreis Ostallgäu für rund sieben Millionen Euro nun die Sanierung des Ost-West-Baukörpers der Füssener Realschule angehen will.

Einstimmig und ohne Diskussionen erteilte das Gremium deshalb dem Bauantrag der Kreisbehörde sein kommunales Einvernehmen. Mit der Sanierung begonnen wird voraussichtlich 2016. Bereits im September vergangenen Jahres hatte der Kreisausschuss des Kreistages nach einer Besichtigung der Johann-Jakob-Herkomer-Schue in der Birkenstraße im Füssener Westen grünes Licht für die Sanierung gegeben (der Kreisbote berichtete). 

„Das Gebäude aus dem Jahr 1964 – insbesondere die Fenster und Elektroinstallationen – ist in einem mangelhaften, nicht mehr zeitgemäßen Zustand und erfüllt nicht die energetischen Ansprüche an ein neuzeitliches öffentliches Schulgebäude“, erklärte Rainer Kunzmann, Sprecher des Landratsamtes, gegenüber dem Kreisboten. „Die Sanierung des Ost-West-Baukörpers ist dringend erforderlich“, so Kunzmann weiter. 

Der Ostallgäuer Kreisausschuss hat sich deshalb auf folgendes Maßnahmenpaket geeinigt, dem der Füssener Bauausschuss zustimmte: Der alterschwache Ost-West-Baukörper wird umfangreich saniert. Außerdem soll die mittlerweile leerstehende Hausmeisterwohnung der Schule in Mehrzweckräume umgebaut werden. 

Im Einzelnen sieht das Modernisierungsprogramm laut Behördensprecher Kunzmann die energetische Sanierung mit Dämmung der Außenwände, eine neue Heizung, Lüftungsanlagen und zusätzliche Brandschutzmaßnahmen wie Fluchtbalkon, Brandschutztüren und einen Austausch der Decken vor. Außerdem soll eine neue Elektroverkabelung, neue Versorgungsleitungen sowie neue Böden, Wände und Decken eingebaut werden. Darüber hinaus sollen die Fachräume eine neue Ausstattung erhalten. 

Nur leise Kritik 

Im Bauausschuss des Füssener Stadtrats stieß die Maßnahmenliste am Dienstagabend auf allgemeine Zustimmung. Lediglich die Anordnung der neuen Entlüftungsanlage an der Ostseite sei optisch nicht ganz optimal gelungen, befand Füssens Bauamtsleiter Armin Angeringer. Allerdings gebe es dazu keine Alternative. CSU-Stadtrat Michael Jakob fühlte sich dabei an vergangene Zeiten erinnert. Dort sei früher „die Raucherecke“ gewesen, erklärte er.

Matthias Matz

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