Haushaltsplan: Kämmerer Tobias Rösler stellt die Investitionen der Stadt Füssen für 2016 vor

Sanierung und Brandschutz belasten Kasse

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Viel Geld kosten die Bauarbeiten am alten Landratsamt. Hier muss der Brandschutz auf den neuesten Stand gebracht werden. Ein zweiter Fluchtweg über eine Außentreppe (siehe links) wurde bereits gebaut. 2016 wird die Stadt 387.700 Euro in den Gebäudekomplex investieren.

Füssen – Die Stadt Füssen muss in diesem Jahr vor allem in den Brandschutz und die Sanierung ihrer Gebäude investieren. Auch für die Wartehalle am Bahnhof muss die Stadt tief in die Kasse greifen. Das hat Kämmerer Tobias Rösler am Dienstag bei der Vorstellung des Vermögenshaushalts 2016 im Stadtrat deutlich gemacht.

Eine große Belastung für die Stadtkasse ist weiterhin das alte Landratsamt in der Augsburger Straße. Die Brandschutzmaßnahmen kosten der Stadt in diesem Jahr 387.700 Euro.

 Auch das Rathaus muss den neuesten Brandschutzverordnungen entsprechen und deshalb aufgerüstet werden. Der offene Dachboden wird daher abgeschottet. Außerdem wird die Brandmeldeanlage erweitert. „Wir setzen jedes Jahr einen bestimmten Teil um“, erklärte Bürgermeister Paul Iacob (SPD). Das kostet die Stadt heuer 210.000 Euro.

Tief in die Kasse greifen, muss die Stadt zudem bei der Renovierung der Freybergvilla. Dort fallen heuer 247.000 Euro an. Hierfür gebe es aber noch Haushaltsreste aus dem Vorjahr, informierte Iacob. Nachdem die Montessori-Schule nicht mehr einziehen wolle, werde man jetzt das Haus für die Lebenshilfe umbauen. Sie „mietet das gesamte Gebäude“, so der Rathauschef.

Viel Geld für Wartehalle

 Viel Geld in die Hand nehmen muss die Stadt auch beim Bahnhof. Nachdem die Stadt bereits 2015 95.000 Euro für die öffentliche Bereitstellung der Wartehalle gezahlt hat, fallen heuer dafür noch einmal 200.000 Euro an.

Auf der To-Do-Liste der Stadt steht 2016 auch die restlichen Sanierungsarbeiten des Schlichthauses. Dafür gibt die Stadt heuer 95.000 Euro aus. „Im Juni, Juli ist es fix und fertig“, kündigte Iacob an. Dann sei das Gebäude „ein bewohnbarer Raum“, der auf dem jetzigen Stand der Technik sei. Hierher werden die Bewohner des Sozialbaus in der Kagerstraße ziehen, damit das Haus in der Kagerstraße abgerissen und neu gebaut werden kann (der Kreisbote berichtete darüber).

In diesem Jahr wird die Grund- und Mittelschule die Stadt beschäftigen. Wie hoch die Sanierungskosten dafür sein werden, könne man jetzt aber „noch nicht sagen“, so Rösler. Deshalb habe er bisher nur die Planungskosten, neue Schränke, eine Kehrmaschine, Schulausstattung und eine „FI-Schaltung“ für insgesamt 47.000 Euro eingeplant.

Für den Ausbau des Ziegelbergwegs und die Erschließung des W20 muss die Stadt nach Abzug der Erschließungsbeiträge noch 143.750 Euro ausgeben. Für die Fläche zwischen Theresienhof und Sparkasse sowie die Zuschüsse für die Querungshilfe am Walderlebniszentrum hat Rösler insgesamt 70.000 Euro eingeplant.

Helme für Feuerwehr

 Zudem hat der Kämmerer Ausgaben für die Feuerwehren vorgesehen. Derzeit geht die Stadtverwaltung alle Feuerwehren durch, um zu ermitteln wann was ersetzt werden muss, informierte Iacob. Für die Feuerwehr Füssen sind Ausgaben von 51.300 Euro nach Abzug der Zuschüsse geplant. Ausgegeben wird das Geld für die Anzahlung eines neuen Fahrzeugs, Helme und den Digitalfunk. Für neue Ausrüstung der Feuerwehren in Hopfen und Weißensee gibt die Stadt insgesamt 17.700 Euro aus.

Ein ganz großer Brocken von 338.000 Euro steht hier 2018 an. Denn dann brauche die Feuerwehr in Hopfen ein neues Fahrzeug, so Iacob. Daneben bezuschusst die Stadt die Rettungswache der Bergwacht Füssen mit 75.000 Euro und die Beschneiungsanlagen am Tegelberg mit 40.000 Euro. Für eine neue Heizungsanlage und eine neue Software im Bauhof investiert die Stadt zudem 90.000 Euro.

Straßenlaternen umrüsten 

Aus Altersgründen, so der Kämmerer, muss die Stadt außerdem einen neuen Streuer und Schneepflug für insgesamt 48.000 Euro anschaffen. Daneben plant Rösler 2016 für die Umrüstung der Straßenlaternen auf LED 50.000 Euro ein. Ein Teil der Lampen wurden schon im Weidach ersetzt. Wenn man dort fertig ist, sei die Sebastianstraße dran. Dort stehen die ältesten Straßenlaternen Füssens, so Rösler.

Für die Spielplätze hat die Stadt heuer nur 5000 Euro in den Haushaltsplan eingestellt. Denn aus den Vorjahren stehen dafür noch Reste von 84.000 Euro zur Verfügung, so Rösler. Davon soll 2016 der Spielplatz an der Kindertagesstätte in Hopfen aufgerüstet werden und vielleicht noch der Spielplatz im Venetianerwinkel, meinte Iacob.

Für das Bauamt wird die Stadt 2016 für neue Schränke, Software, PCs und Drucker 5600 Euro ausgeben.

Katharina Knoll 

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