"Bayerntour" zu Gast in Pfronten

Carolin Reiber verspricht den Gästen im Brauereigasthof „Falkenstein“ einen spannenden Abend. „Sie erleben hautnah, wie eine 45-Minuten-Sendung aufgezeichnet wird“. Foto: Kink

Pfronten – „Sie sind mitten drin“, kündigte Moderatorin Carolin Reiber am Mittwoch im Brauereigasthof Falkenstein an und versprach den Gästen der Aufzeichnung der Sendung „Bayerntour“ einen interessanten Abend. Nach zweieinhalb Stunden hatte das Bayerischen Fernsehen dann alles im Kasten. 

„Das kenn ich“, erinnerte der Aufzeichnungsabend Franz Randel an Aufnahmen des Bayerischen Fernsehen, bei denen der Pfrontener selbst im Fokus des Interesses stand. Und zwar gemeinsam mit seiner Frau Gertraud, als der Sender einen Beitrag über ihre Forscherleidenschaft zu Gipfel-, Feld- und Sühnekreuz drehte. Manche Szene werde so oft wiederholt, bis man schlussendlich manchmal selbst nicht mehr wisse, was man gesagt habe, so der Fernseherfahrene Randel gegenüber dem KREISBOTE. Diese Erfahrung machte der eine oder andere Interviewpartner der Moderatorin Carolin Reiber. Die Münchenerin absolvierte ihren Teil erwartungsgemäß gelassen und gekonnt. Das eine oder andere Mal musste sie allerdings einzelne Teile wiederholen, wenn sie der Regisseur „aus dem Off“ freundlich verschmitzt dazu aufforderte. Eine seltene Ursache waren kleine Versprecher. Für besondere Heiterkeit sorgte die „Burgruine Frankenstein“ die sich von ihr unbemerkt einschlich, als sie den Einspieler mit Dr. Joachim Zeune zur Burgenregion und König Ludwigs Traum auf dem Falkenstein anmoderierte. Ein anderer Auslöser war ein Scheinwerfer, der beim Gespräch mit den Ski-Schwestern Dr. Irene Epple-Waigel und Mariele Epple-Beck seinen Dienst verweigerte. So erfuhren die Pfrontener schließlich in drei verschiedenen Versionen, dass Dr. Epple-Waigel immer ihrem Heimatort treu blieb und es geschafft hat, dass „ein Ländler“ wie Theo Waigel hier sesshaft wurde. Sie könne Christina Manhard nur bewundern, lobte die ehemalige Profi-Skisportlerin Dr. Epple-Waigel die junge Pfrontener Skicrosserin, die Hauptakteurin eines filmischen Kurzporträts ist. Hanne Allgayer musste im Verbund mit Bürgermeisterin Michaela Waldmann ebenfalls einen Teil des Interviews wiederholen. Doch nun wissen Carolin Reiber und später das Fernsehpublikum, dass es in Pfronten Schallengge und nicht Hörnerschlitten heißt und was hinter dieser Benennung steckt. Die Schallengar-Vorsitzende hatte die Urkunde für das ökumenische Pfarrer-Pilotengespann Bernd Leumann und Andreas Waßmer dabei. „Wir hatten gehofft, zweistellig zu bleiben“, sagte Andreas Waßmer zum 103. Rang. Im Bericht bewunderten die Zuschauer rasante Abfahrten und amüsierten sich über das eingespielte Team Leumann-Waßmer. „Da hat der Herrgott schon Verständnis, wenn wir bei jedem Blödsinn mitmachen“ wird von Pfarrer Leumann im Fernsehen zu hören sein. Die Bürgermeisterin verriet, dass sie zwar im Dirndl jedoch mit Thermounterwäsche unterwegs war. Zur angekündigten „bunten Mischung an Gästen, Kuriositäten und interessanten Schauplätze“ in der „perfekten Kulisse“ des Brauereigasthofes zählte Heinz Schubert aus Kappel. Der Elektromeister erläutert dem Fernsehpublikum, wie er mit seiner selbst gebauten Maschine aus Steinen geschliffene Kugeln macht. Ja, er sei ein Mächler, bestätigte Schubert auf die Frage der Moderatorin. Mächler sei doch ein Kompliment, hakte Reiber nach. „Zumindest kein Schimpfwort“, fügte Schubert bescheiden hinzu. „Bitte Umbau auf Position 12 und unten kann von Steinkugel auf Schnitzer umgebaut werden“, hieß die Anweisung , bevor Reinhard Beck ins Rampenlicht kam. Der Schnitzer und Filigrandrechsler zählt zweifelsohne ebenfalls als Mächler. Der Bergführer erläuterte seine Holzkunst und spielte zum Abschluss auf einem seiner selbst gebauten Didgeridoos aus Lindenholz, der erste musikalische Akzent des Abends. Den Schlussakkord setzte die Swing-Besetzung der Pfrontener Bigband. Nach dem Interview rockten die jungen Musiker mit „Proud Mary“ von Creedence Clearwater Revival. Eine Zugabe bescherte wiederum die Stimme des Regisseurs aus dem Ü-Wagen: „Noch einmal bitte. Und jetzt gehen die Pfrontenerinnen und Pfrontener bitte noch mehr mit“, die motivierte Aufforderung. Bevor das Licht ausging und wieder normale Temperaturen in den Gasträumen einkehrte, bedankte sich Bürgermeisterin Michaela Waldmann bei den Fernsehleuten. „Sie haben ganz Pfronten ins Scheinwerferlicht gestellt. Wir freuen uns auf die Ausstrahlung“. Eine unbezahlbare und hochprofessionelle Werbung, zumal die Sendung auch außerhalb Bayerns gesehen werde. Redakteur Philip Naßhan hatte sich schon vorab der Aufzeichnung bei der Bürgermeisterin, den Rathausmitarbeitern und namentlich bei Tourismusdirektor Jan Schubert und seinem Stellvertreter Julian Knacker bedankt. „Tolle Unterstützung und eine Zusammenarbeit, die Spaß gemacht hat“, lobte der BR-Verantwortliche. Lobende Worte fand er zudem für Bauhof, Bayerisches Rotes Kreuz und die Freiwillige Feuerwehr. Die hatte die zwar malerisch anzuschauenden, aber für die Fahrzeuge und Technik gefährlichen Eiszapfen entfernt. Drei Sendetermine haben die Programmverantwortlichen beim Bayerischen Fernsehen für die Bayerntour aus Pfronten vorgesehen. Erstsende-Termin ist am Mittwoch, 6. März um 20.15 Uhr. In der gleichen Nacht wird die Sendung um 2 Uhr wiederholt. Ein weiteres Mal gehen die Pfrontener am 7. März um 14.15 Uhr auf Sendung. Informationen rund um Pfronten und die Themen der Sendung hat der Sender auf seiner Internetseite unter www.br.de. lck

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