Sommer bleibt Kreisvorsitzender 

Der Präsident des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes, Ulrich Brandl mit der wiedergewählten Vorstandschaft Karl Otto Bertle (v.l.), Claudia Häusler, Johann Britsch, Thomas Götze sowie Bettina Ziegerer-Kuttmann und Wolfgang Sommer. Foto: Sommer

Wald - Der Füssener Hotelier Wolfgang Sommer bleibt Kreisvorsitzender des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands (BHG). Das ist das Ergebnis der Neuwahlen bei der Kreisversammlung, zu der Sommer sogar den BHG-Präsidenten Ulrich Brandl begrüßen konnte. Daneben wurde einige Themen angesprochen.

Vor 15 Jahren war Wolfgang Sommer erstmals bei den Wahlen der BHG-Kreisgruppe Ostallgäu angetreten und gleich gewählt worden. Ohne eine Gegenstimme, aber auch ohne Gegenkandidaten wurde der Hotelier erneut von den Anwesenden Gastronomen und Hoteliers zum Vorsitzenden ernannt. Als ersten Stellvertreter benannten die Anwesenden Thomas Götze, zweiter wurde Karl Otto Bertle. Außerdem bestätigten sie die Schriftführerin Claudia Häusler und Schatzmeisterin Bettina Ziegerer-Kuttmann. Als positives Ergebnis konnte der Kreisverband als einziger in Schwaben einen Mitgliederzuwachs von zehn Prozent verzeichnen. Damit vertritt er 238 Betrieb im Ostallgäu. 

Das sei auch dringend nötig, um den Interessen der Hoteliers und Gastronomen Gehör zu verschaffen, etwa beim Auftritt Seehofers in München im Rahmen der Gastromesse. Dort wolle man mit möglichst vielen Mitgliedern vertreten sein, um zu demonstrieren, dass diese Berufsgruppe sehr wohl einflussreich sei, hatte Bezirksvorsitzender Johann Britsch zuvor betont. Vehement  trat er dabei unter anderem negativen Pressestimmen entgegen und sprach sich auch gegen den so genannten Hygienepranger für Betriebe aus. Aktuell habe man allerdings gerade in Nürnberg beste Erfahrungen damit gemacht, die Ergebnisse von Prüfungen und Kontrollen in Betrieben zu veröffentlichen, insbesondere, um die schwarzen Schafe der Zunft aufzuzeigen. 

Für Britsch aber ebenso ein Unding, wie die seiner Meinung nach zu geringen Preise. „Nach billig kommt nichts mehr", so der Bezirksvorsitzende über die in seinen Augen unter Wert Vermarktung, insbesondere des A-la-carte-Geschäftes. Mit zu niedrigen Preisen für diese Dienstleistung, so Britsch, sterbe die traditionelle Gastronomie. Denn ein Gericht, das unter zehn Euro koste, sei angesichts der Summe an Vorarbeitung zu billig. Man müsse den Mut haben, die Dienstleistung Kochen richtig in Wert zu setzen, denn „Ihr seid es wert", sagte Britsch. Mehr Sorgen macht sich dagegen der Kreisvorsitzende Wolfgang Sommer um den Nachwuchs. Habe man früher ein Dutzend Azubis gleichzeitig ausgebildet, müsse man heute froh sein, geeigneten Nachwuchs zu finden. Man müsse den Jugendlichen vor allem vermitteln, dass es sich hier nicht nur um einen regionalen Beruf handele, sondern man mit einem Beruf aus der Gstronomie und Hotellerie weltweit Arbeit finde. 

Auch der Bezirksgeschäftsführer Jochen Deiring informierte die Anwesenden über wichtige, vor allem rechtliche Fragen. So ging es abermals um den Hygienepranger, aber auch Themen wie die ermäßigte Mehrwertsteuer für das Gewerbe, das in Deutschland mit 1,2-Milliarden Euro Umsatz sogar stärker als die Automobilindustrie ist. Außerdem sprach er die GEZ- und Gema-Gebühren an. Ebenso müssen die Arbeitszeiten beachtet werden, auch in der Gastronomie gelte die 48-Stunden-Woche bei fünf Arbeitstagen pro Woche. Zudem warnte Deiring vor einer neuen Masche der Abzocke. So träten Organisationen auf, wie etwa das EU-Zentralregister zur Erfassung der Umsatzsteuernummern, um den Mitgliedern des BHG das Geld aus der Tasche zu ziehen. gau

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