18.000 Euro in Aussicht gestellt

Sanierung des Pfrontener Falkensteins wird gefördert

+
Bei der Besichtigung der Burgruine Falkenstein sind Toni und Herta Schlachter (v.l.), Staatsminister a. D. Josef Miller, Pfrontens Bürgermeisterin Michaela Waldmann und Kreis- und Gemeinderat Dr. Alois Kling.

Pfronten – Die Burgruine Falkenstein ist mit 1277 Metern NN Deutschlands höchst gelegene Burgruine. Sie zählt nicht nur von der Lage her zu den herausragenden Burgruinen Europas.

Allerdings ist die Ruine vom Verfall bedroht. Der Stiftungsrat der Bayerischen Landesstiftung hat deshalb jetzt Fördermittel in Höhe von 18.000 Euro für die Renovierung der Ruine beschlossen. Die Eigentümer, Anton Schlachter und Barbara Schlachter-Ebert, wollen die Auflösung der Mauerkrone und den damit verbundenen Verfall der Burg stoppen und die Burgruine Falkenstein für die Nachwelt sichern. 

Dabei können sie auf eine finanzielle Unterstützung der Bayerischen Landesstiftung bauen, die einen Zuschuss in Höhe von 18.000 Euro für die Renovierung beschlossen hat. Das teilte vergangene Woche Pfrontens Bürgermeisterin Michaela Waldmann mit. Hoher Handlungsbedarf Bei der jetzt geplanten Sanierung handelt es sich bereits um die zweite innerhalb der vergangenen 20 Jahre. 

Bereits 1999 bis 2001 hat nach Angaben der Gemeindeverwaltung durch das Büro für Burgenforschung von Dr. Joachim Zeune eine genaue Dokumentation der stark maroden Mauerkronen und darauf aufbauend eine „behutsame Sanierung“ stattgefunden. Im Herbst 2014 erfolgte schließlich eine erneute Begutachtung der Bausubstanz, die „kräftige Aufwitterungen des Fugenmörtels zutage förderte und einen raschen Handlungsbedarf feststellte“, so Dr. Zeune in einem Gutachten. 

Termin vor Ort

Der Vorstandsvorsitzende der Bayerischen Landesstiftung, Josef Miller, der sich kürzlich vor Ort ein Bild über die notwendigen Renovierungsarbeiten machte, kennt die Burgruine Falkenstein noch aus seiner früheren Tätigkeit als Bayerischer Landwirtschaftsminister. Bereits 2005 wurde im Rahmen eines LEADER-Projektes mit Finanzmitteln der EU und dem Freistaat Bayern eine Aussichtsplattform aus Holz in der Ruine errichtet. 2007 kam ein kleiner Museumspavillon unter dem Burghotel hinzu. 

Bei dem Treffen mit Miller mit dabei waren neben Toni Schlachter auch Bürgermeisterin Waldmann sowie CSU-Gemeinde- und Kreisrat Dr. Alois Kling. Kling war früher langjähriger Leiter des Ministerbüros von Josef Miller in München und hatte den Kontakt zu diesem hergestellt. „Bei diesem Bauwerk ist es wichtig, dass die Renovierung rasch vorgenommen wird und umfassend erfolgt, damit die Burgruine eine lange Zeit gesichert ist und nicht bald wieder mit Renovierungen angefangen werden muss“, sagte Landesstiftungs-Vorsitzender Miller. „Längeres Zuwarten vergrößert die Schäden und erhöht die Kosten. Anton Schlachter und Barbara Schlachter-Ebert handeln hier verantwortungsbewusst, indem sie mit der Renovierung die Burgruine für nachfolgende Generation sichern“.

kb

Auch interessant

Meistgelesen

Arbeiten an der Bahnstrecke zwischen Reutte und Vils schreiten voran
Arbeiten an der Bahnstrecke zwischen Reutte und Vils schreiten voran
Die Firma Scheibel aus Füssen ist mehr als nur ein guter Arbeitgeber!
Die Firma Scheibel aus Füssen ist mehr als nur ein guter Arbeitgeber!
Füssener Naturfreibad soll nun doch in das Kneipp-Konzept integriert werden
Füssener Naturfreibad soll nun doch in das Kneipp-Konzept integriert werden
Ralf Preker ist der neue Klosteroberer der Füssener Franziskaner
Ralf Preker ist der neue Klosteroberer der Füssener Franziskaner

Kommentare