Alternative nominiert Wolfgang Rotter als Direktkandidaten

Rotter will für die AfD in den Landtag

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Wolfgang Rotter (v.l.), Versammlungsleiter Gerd Mannes, Beate Tharr und der 1. Vorsitzende des Ostallgäuer Kreisverbands, Karl Keller.

Landkreis – Die AfD hat im Stimmkreis Marktoberdorf ihre Direktkandidaten für den Landtag und den Bezirkstag gewählt. Wolfgang Rotter aus Stöttwang, Schatzmeister des Kreisverbands, kandidiert für den Landtag.

Die zweite Kreisvorsitzende Beate Tharr tritt für den Bezirkstag an. Beide wurden einstimmig gewählt. 

„Bürgernahe Demokratie stärken, innere Sicherheit wieder herstellen und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen sind meine Herzensangelegenheiten und Kernthemen“, sagte Rotter. Daher befürworte er auch den geplanten Aufbau einer bayerischen Grenzpolizei, um Schleuserkriminalität und unkontrolliertes Einreisen von Migranten sowie den Missbrauch von Sozialleistungen zu verhindern. 

Als praktizierender Christ sieht Rotter den wachsenden Einfluss des politischen Islam als große Gefahr für die demokratische Grundordnung und liberale Gesellschaft. Er betonte daher: „Ich unterstütze voll und ganz das Kaufbeurer Bürgerbegehren gegen die Grundstücksvergabe der Stadt zum Bau einer Moschee des türkischen Ditib-Verbands.“ 

Kritik an Wirtschaftspolitik

Der Direktkandidat kritisiert zudem die Wirtschaftspolitik der CSU, die dem Ausverkauf bayerischer Spitzentechnologie tatenlos zusehe. Der Verlust exportorientierter Arbeitsplätze sei unsozial und gefährde den Wohlstand. Rotter ist als selbständiger Ingenieur im Bereich technische Dokumentation und in Industrie-Bereichen mit Logistikdienstleistungen für die Bundeswehr tätig. Daher ist ihm der Erhalt des Kaufbeurer Fliegerhorstes ein besonderes Anliegen. Als drittstärkste Fraktion im Bundestag habe die AfD bei diesen Themen mehr Einfluss, als zum Beispiel die Freien Wähler oder die Bayernpartei. 

Rotter kritisiert außerdem die Wohnungsnot in der Region. Hier sehe die CSU der Entwicklungen tatenlos zu. Als langjähriges Mitglied in Elternbeiräten und in der LEV habe er einen guten Einblick in die Bildungspolitik und den teilweise desolaten Zustand von Schulen erhalten. Hier wolle er sich für mehr Geld für die Bildungspolitik einsetzen. Finanziert werden könnte das durch weniger Zahlungen Bayerns in den Länderfinanzausgleich. 

Kultur und Heimatpflege

Bezirkstags-Direktkandidatin Beate Tharr ist gelernte Einzelhandelskauffrau, Mutter von drei Kindern und im Familien-Unternehmen tätig. Sie erklärte, es sei ihr wichtig, dass die AfD auf allen politischen Ebenen vertreten ist, um sich für die Bürger einzusetzen. Deshalb wolle sie in den Bezirkstag, der auch das „Sozialparlament“ genannt werde. 

Die bessere soziale und finanzielle Absicherung für bedürftige Senioren und zu pflegende Menschen in Einrichtungen sei ihr ein besonderes Anliegen, sagte sie. Rund 90 Prozent des Budgets vom Bezirkstag werde dafür verwendet. Ein weiteres Kernthema ist für sie Kultur und Heimatpflege, vor allem in Zeiten von Globalisierung und Migration.

kb

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