SPÖ beginnt ihre Tour im Außerfern

 Kein 12-Stunden-Arbeitstag

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Die Vorsitzende der Tiroler Sozialdemokraten, Landtagsabgeordnete und Bürgermeisterin von Lienz, Elisabeth Blanik, ist im Außerfern zu Gast. Dabei stellt sie den Kandidaten für die kommende Nationalratswahl, Markus Zimmer, vor.

Reutte – Ihre Sommertour durch die Bezirke hat die Tirol-Chefin der Sozialdemokraten, Elisabeth Blanik, im Außerfern begonnen. Sowohl Gespräche mit Bürgern und Bürgerinnen als auch Firmenbesuche standen dabei auf dem Programm. Man wollte das Ohr ganz nahe beim Volk haben, erklärte Blanik.

Die Lienzer Bürgermeisterin und Landtagsabgeordnete stellte dabei auch den Kandidaten für den Wahlkreis West für die kommenden Nationalratswahl, Markus Zimmer, und die Spitzenkandidatin Selma Yildirim vor. 

Anschließend präsentierten die Sozialdemokraten, was ihnen am Herzen liegt. Die „pendlerfreundliche“ Anbindung des Außerferns an den Zentralraum sei der SPÖ ein großes Anliegen, kam dabei zum Ausdruck. Sie verwiesen dabei auf die von den Sozialisten geforderte Machbarkeitsstudie einer Bahnverbindung ins Inntal. Der 40-jährige Stillstand in der Fernpassproblematik müsse endlich überwunden werden, meinte dazu Zimmer. 

Ein weiterer Punkt war die Flexibilisierung der Arbeitszeiten. Mit einem 12-Stunden-Arbeitstag, kann der SPÖ-Kandidat nichts abgewinnen. Er sieht damit einen Rückschritt in Zeiten der beginnenden Industriealisierung. „Eine Mietbremse einzuziehen oder mehr Netto vom Brutto ist eine unbedingte Notwendigkeit, um der arbeitenden Bevölkerung leistbares Wohnen zu ermöglichen“ skizziert Zimmer eine seiner Forderungen. Die Erhöhung der Lohnsteuerfreibeträge wäre dazu ein geeignetes Mittel, schlägt er vor. 

Über die Zuspitzung des Wahlkampfes sei sie nicht unglücklich, meinte dann Blanik kämpferisch. Dabei kämen doch gerade die Grundwerte der SPÖ wieder augenscheinlich zum Tragen. Man wolle sich mit aller Kraft für den Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen einsetzen. Die hohen Schließtage in Tirol und im Außerfern seien einfach nicht mehr hinzunehmen. „Wir verlangen von der zuständigen Ministerin Planungs- und Finanzierungssicherheit für die Kommunen und die Länder“, so die SPÖ-Tirol-Chefin. 

Die Diskussion über die Abschaffung der Zwangsmitgliedschaft in Arbeiter- und Wirtschaftskammer hält sie für entbehrlich. Seien doch gerade die Verhandlungen der Sozialpartner ein Garant für eine gedeihliche Entwicklung. Mit „Profis“ aus den Reihen der Gewerkschaft sei man gut aufgestellt, es gelte vertrauensbildende Maßnahmen zu setzen und sich auf die Grundwerte der SPÖ zu besinnen. Das würde längerfristig Erfolg für die Partei bringen, meint sie. 

Blanik ortet eine gute Stimmung im Team der Tiroler Sozialdemokraten und erwartet einen spannungsgeladenen politischen Herbst. 

Hans Nikolussi

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