Bei schönstem Wetter startet die Forggenseeschifffahrt in die Saison

»Traumhafter« Auftakt auf der „MS Füssen“

MS Füssen mit Passagieren
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Zufrieden verlassen die Passagiere der ersten Rundfahrt der „MS Füssen” in diesem Jahr am Dienstagmittag das Schiff.
  • vonChris Friedrich
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Füssen – Mit insgesamt 80 Passagieren an Bord der „MS Füssen” ist die Forggenseeschifffahrt am Dienstagvormittag um 10 Uhr planmäßig in die neue Saison gestartet. Bei strahlendem Sonnenschein verdiente sich die Auftaktfahrt das Prädikat „traumhaft” – da waren sich nicht wenige der Premkiere-Fahrgäste anschließend einig.

Zum Saisonstart der Forggensee-Schiffahrt standen Harry Keller und sein direkter Vorgesetzter Dirk Schranz nach intensiven Vorbereitungen entspannt in dem für Kapitäne reservierten Schiffsraum und ließen sich vom Kreisboten über die Schulter schauen: die mit modernen Technik ausgestattete MS Füssen nahm mit insgesamt 80 Passagieren an Bord Kurs auf Roßhaupten. Am Staudamm angekommen, wendete das Schiff. Es war still auf dem See, der 300-PS-starke Motor bei der Hin- und Rückfahrt kaum zu hören. Ebenso leise glitten Segelboote in Sichtweite übers glitzernde Wasser, auf die Juni-Sonne glitzerte. Beim Vorbeifahren grüßt ein Fischer, der auf seinem Boot geduldig auf einen Fang wartete.

Wer an Bord der „MS Füssen” den Gruß erwiderte, hatte das große Los gezogen. Der Vormittag auf dem Forggensee verdiente das Prädikat „traumhaft“, mit dem ein schon Tourist aus dem Harz während der eineinhalbstündigen Rundfahrt nicht geizte. Mehrmals murmelte er mit Blick auf die noch von Schnee bedeckten Bergspitzen und die Königsschlösser, es sei einfach nur traumhaft hier zu sein. Diesen Eindruck teilten die zahlreich Paare mit Kindern, die vor der prächtigen Naturkulisse ihre obligatorischen Selfies machten

Oberste Priorität bei der Auftaktfahrt der „MS Füssen” – die „MS Allgäu” folgte kurz darauf – habe der Schutz der Gesundheit des Gastes, betonte Werkleiter Helmut Schauer. So mussten die Passagiere, begrüßt durch den Matrosen Florian Martin, mit dem gesetzlich vorgeschriebenen Abstand ihre Plätze einnehmen. Erst dort durften sie ihre Gesichtsmasken ablegen. Ebenso durften nur 80 Fahrgäste bei der Premierenfahrt am Dienstag dabei sein – obwohl die „MS Füssen” Platz für insgesamt 400 Personen bietet.

Eine weitere Folge der Corona-Einschränkungen: „Unsere Bordgastronomie muss vorerst leider geschlossen bleiben“, teilten die Verantwortlichen mit. Dennoch hoffen die Verantwortlichen auf weitere, zeitnah erfolgende Lockerungen der Beschränkungen. Tagesaktuelle Infos dazu gibt es auf der Homepage www.forggensee-schifffahrt.de.

Angesichts des planmäßigen Starts in die Saison, und das auch noch bei schönstem Frühsommer-Wetter, war Werkleiter Schauer erleichtert. „Wir haben dem Petrus die Hölle heiß gemacht, dass er für schönes, sonniges Wetter sorgt“, sagte erteilte der Betriebsleiter gegenüber unserer Zeitung. Mit seinem Team weist Schauer darauf hin, dass die Veranstaltungs-Reihen an Bord in der neuen Saison auch einen „Zuwachs bekommen haben“. Jeden Samstag im Juli will das Unternehmen zu Live-Music bei den „Sonnenuntergangsfahrten“ einladen.

Füssens Bürgermeister Maximilian Eichstetter (CSU) ließ es sich nicht nehmen, vor der ersten Rundfahrt am Bootshafen vorbeizuschauen und Helmut Schauer, Schiffsführer Dirk Schranz und den Mitarbeitern von FSF einen guten Start in die Saison zu wünschen. „Vielen Dank für die tolle Vorbereitung der Saison und viel Erfolg“, sagte der Rathauschef.

Die FSF betreibt zwei Schiffe – die „MS Allgäu” und die „MS Füssen”. Die MS Allgäu macht bis zum 15. Oktober täglich fünf kleine Rundfahrten, die jeweils eine Stunde dauern und nach Brunnen und zurück führen. Wer mehr Zeit hat, bucht die große Rundfahrt mit der „MS Füssen”. Diese dauert eineinhalb Stunden und führt vom Bootshafen zur Staumauer bei Roßhaupten und zurück (bis 4. Oktober vier Mal täglich, vom 5. bis 15. Oktober drei Mal täglich).

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