Riedener Faschingsumzug begeistert die zahlreichen Zuschauer

Himmlisch teuflisch

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In bunten Clowns-Kostümen spielen die Weißenseer beim Riedener Faschingszug auf.

Rieden – Pünktlich um halb zwei am Faschingssamstag war es soweit: Der Riedener Faschingszug mit 30 Wagen und Gruppen setzte sich vom Feuerwehrhaus aus in Bewegung.

Zahlreiche Zuschauer warteten bereits am Straßenrand. Fast alle waren kostümiert und die Kinder hatten große Taschen dabei. Kein Wunder, wurden doch tausende Bonbons und Zuckerl verteilt oder von den Wagen geworfen. Kinder standen nicht nur kostümiert bei den Zuschauern, so manche Kindergruppe lief im Zug mit oder stand auf einem Wagen, wie die zauberhaften Hexen, kleine lebhafte Mexikaner oder frisch geschlüpfte „Calimeros“. 

Faschingsumzug in Rieden

Auffallend war, wie viele Faschingsgruppen sich mit dem Thema „Himmel und/oder Hölle“ in diesem Jahr auseinandersetzten. Eine Riedener Gruppe trat als „Teufel, Engel und Engel-Teufel“ auf. Der „Münchner im Himmel“, der bereits im vergangenen Jahr in Hopferau dabei war, gab sich ebenfalls die Ehre, und die Hopferauer Musikkapelle spielte „teuflisch“ auf, denn „für den Himmel hatte es nicht gereicht“. 

Natürlich war Hopfen auch wieder mit technischem Gerät dabei: Während die Riedener Schlümpfe Musik machten, drehten sich Schlümpfe aus Hopfen per Kettenkarussell auf einem Wagen durch die Luft. 

Von St. Moritz nach Rieden 

„The British Royales“ gaben sich ebenfalls die Ehre und genauso majestätisch buhlten zwei Pfauengruppen um die Gunst der Zuschauer. Weniger majestätisch, aber wild und stolz legten weibliche Wilderer ihre Gewehre an, Keltische Frauen strahlten unter Pelzmützen um die Wette und in „Zobel“ gekleidete „Russinnen“ machten Stopp im Ostallgäuer Rieden statt in St. Moritz in Österreich. 

Die Schwangauer Römer legten kurzer Hand die Via Claudia Augusta ein wenig westlicher und das „Schwogar“ Prinzenpaar Ina I. und Markus IV. in Kostümen der „Golden Fifties“ machten mit ihrer Garde im „Pink Cadillac“ ebenfalls ihre Aufwartung. Die „Pirates of the Forggensee“ aus Roßhaupten konkurrierten mit Jack Sparrow, ein Saloon-Wagen brachte Wild-West-Feeling – sogar mit einem „Mann am echten Klavier“ und Polarbären feierten „Dank der Klimaerwärmung“ Party unter Palmen. 

Mit dem Wagen der Riedener Garde schloss der Zug schließlich traditionell ab. Nach eineinhalb Stunden löste er sich auf, nicht aber die Faschingsgemeinde: Die feierte am Dorfbrunnen weiter.

Johanna Lang

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