Hotel "Gar nie" in Schwangau

Walter Sirch glänzt beim Salvatoranstich im Schneiderhanser

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Zahlreiche Prominenz ist am Aschermittwoch zum Schneiderhanser nach Schwangau gekommen. Dort derbleckt Walter Sirch in gewohnt feinsinniger Manier.
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Zahlreiche Prominenz ist am Aschermittwoch zum Schneiderhanser nach Schwangau gekommen. Dort derbleckt Walter Sirch in gewohnt feinsinniger Manier.
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Zahlreiche Prominenz ist am Aschermittwoch zum Schneiderhanser nach Schwangau gekommen. Dort derbleckt Walter Sirch in gewohnt feinsinniger Manier.
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Zahlreiche Prominenz ist am Aschermittwoch zum Schneiderhanser nach Schwangau gekommen. Dort derbleckt Walter Sirch in gewohnt feinsinniger Manier.
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Zahlreiche Prominenz ist am Aschermittwoch zum Schneiderhanser nach Schwangau gekommen. Dort derbleckt Walter Sirch in gewohnt feinsinniger Manier.
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Zahlreiche Prominenz ist am Aschermittwoch zum Schneiderhanser nach Schwangau gekommen. Dort derbleckt Walter Sirch in gewohnt feinsinniger Manier.
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Zahlreiche Prominenz ist am Aschermittwoch zum Schneiderhanser nach Schwangau gekommen. Dort derbleckt Walter Sirch in gewohnt feinsinniger Manier.
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Zahlreiche Prominenz ist am Aschermittwoch zum Schneiderhanser nach Schwangau gekommen. Dort derbleckt Walter Sirch in gewohnt feinsinniger Manier.

Schwangau – Fasching ist für Ausschweifungen, der Aschermittwoch für die Abrechnung und die Buße danach.

Und der Salvator beim Schneiderhanser ist nicht nur das Original im Ostallgäu, sondern auch der richtige Ort für die Abrechnung. Zum zehnten Mal dabei war heuer Gauvorstand Walter Sirch. Dabei bekam jeder sein Fett weg, denn wie bei der Büttenrede heißt es auch hier: Wer nicht vorkommt, hat sich nicht genug angestrengt. 

Der Schneiderhanser ist so etwas wie der Leuchtturm, wo auch heuer ein Starkbieranstich stattfindet. Denn die Hotelbaustelle in Hohenschwangau sorgt dafür, dass bei den Wittelsbachern in diesem Jahr keiner derbleckt werden wird. Bürgermeister Stefan Rinke gab jedenfalls sein Bestes, versenkte den Zapfhahn mit zwei Schlägen im 55-Liter-Freibierfass und holte sich auch noch den Schlüssel für sein Rathaus zurück, den das Prinzenpaar beim Rathaussturm am Rosenmontag mitgenommen hatte. Nun aber müsse man, so Rinke „wieder richtig arbeiten, also, so tun“. Womit der Schlüssel gegen einen Wellnesstag in der Kristalltherme den Besitzer wieder wechselte. 

Auch in Füssen waren Isabella und Domenico erfolgreich und hatten den Schlüssel, den Bürgermeister Paul Iacob (SPD) eigens dafür hatte anfertigen lassen, ebenfalls mitgenommen um ihn nun einzutauschen gegen eine Bootsfahrt mit Brotzeit. Zum Glück hatten die Narren auch Iacobs Glocke mitgenommen, mit deren Hilfe sich der Rathauschef Gehör zu verschaffen versuchte. Dabei wechselte die Bimmel im Schneiderhanser noch mehrfach den Besitzer. 

Doch auch auf andere Dinge scheinen die Füssener nicht so recht acht zu geben, etwa auf die Finanzen. Wie könnte es sonst sein, dass mit dem Geld gezockt wird, also so quasi, wie Sirch sinnierte. Finanzgeschäfte, das sei ja so etwas wie in die Spielbank gehen; und beim Neujahrsempfang habe der Paule ja auch nur mit viel Glück dem freien Freibier den Riegel vorschieben können – aber wer zu spät kommt, den bestraft bekanntermaßen …. 

Da seien die Schwangauer Probleme ja ganz anderer Natur: Beim einen Wirt müsse man anrufen, ob er gerade Lust habe, zu kochen, der andere habe sein Haus ohnehin schon umbenannt in Hotel „Gar ni(e)”. Und das nächste Haus werde bombensicher, denn, so hatte der Gauvorstand errechnet, dort seien pro Zimmer 62 Kubikmeter Beton verbaut worden. 

Doch hat man heute wirklich noch Angst vorm Russen, wollte Sirch wissen. Die Chinesen seien ja ohnedies schon in Ho‘gau. 

Lange Themenliste

Ohne die Familie Helmer gingen wohl in Schwangau die Lichter aus, vor allem ohne den Andi. Denn der Wirt vom Brauhaus müsse nur ein Rollo runterlassen, schon könne man noch mehr Gäste bewirten. 

In Füssen dagegen habe der Rathauschef nicht nur gegen diese Abfütterungsstationen eine Abneigung entwickelt, sondern auch gegen die Busse mit den Asiaten, die diese ansteuern. Und während die einen die Asiaten eher nicht mögen, freue man sich in Schwangau über die USA, also den neuen Verein „Unser schönes Ammergebirge“; inklusive Weisenbachscher Schöpfungsgeschichte, die Sirch recherchierte. Die Themenliste, die Walter Sirch hatte, war lang. 

Zugetragen worden waren dem Marktoberdorfer zahlreiche Faux-pas‘, etwa was die Buchinger bei ihrem Viehmarkt mit dem armen Bundestagsabgeordneten Stephan Stracke angestellt hatten. Oder dass im dortigen Freibad der Pächter fehle, wie auch am Alpsee in Hohenschwangau. 

Probleme, die Paul Iacob so nicht kenne, denn das Füssener Hallenbad ist zu, das Kurhaus weg und der Kiosk in Weißensee werde auch bald folgen. Gut nur, dass das mit dem Verkehr noch funktioniere, wie die Landrätin auf dem Anreiseweg feststellen durfte, als sie im Stau hing oder der Sirch Walter, als er sich im Anwohnergebiet vom Hubert Schmid verfahren hatte. Vielleicht würde ja die Gleichschaltung der Ampeln etwas helfen, wie der eine oder andere Stadtrat sich gewünscht hatte – alle auf grün für freie Fahrt. 

Solchermaßen konnten die Schwangauer und ihre Gäste genauso vergnügt in die Fastenzeit hineinfeiern wie die Faschingszeit zu Ende gegangen war. Und sich dabei den Gerstensaft der Paulanerbrauerei schmecken lassen. Von dem gab es sogar fünf Liter mehr, wie Martin Helmer feststellte. Man hatte noch eines der alten Fässer bekommen mit mehr Inhalt. 

gau

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