Die Ära Zeislmeier endet in Pfronten

Josef Zeislmeier übergibt den symbolischen Stab an Michaela Waldmann. Foto: Schuster

Pfronten – Für einen Neujahrsempfang war die Rednerliste am vergangenen Sonntag im Pfarrheim St. Nikolaus in Pfronten schon eine besonders lange. Ein gutes Dutzend Grußwörter gab es insgesamt zu hören. Kein Wunder, stand der Empfang doch ganz im Zeichen des Wechsels im Bürgermeisteramt.

Zum 18. und letzten Mal begrüßte Bürgermeister Josef Zeislmeier die Gäste zum alljährlichen Neujahrsempfang im Pfarrheim. Wie schon mehrmals in den vergangenen Wochen nahm er Rückschau auf seine Amtszeit, ließ Erfolge und Probleme Revue passieren und erinnerte an Zuspruch und Widerspruch, die er erfahren hatte. „Ich bin sehr froh, dass es bei uns in Pfronten einen Konsens für Nachhaltigkeit und Verantwortung für die kommenden Generationen gibt“, urteilte er. Den Anlass nutzte er außerdem, um seiner Nachfolgerin Michaela Waldmann ein symbolisches Geschenk zu überreichen: So übergab er einen „Staffelstab“ an die künftige Pfrontener Rathauschefin, den der Pfrontener Bildhauer Heymo Aletsee geschnitzt hatte. Auf lustige Art stimmte die Geistlichkeit – der evangelische Pfarrer Andreas Waßmer und sein katholischer Kollege Bernd Leumann – die Pfrontener auf das neue Jahr ein. So hatte Waßmer einen abgeschmückten Christbaum mitgebracht, von dem er sich einfach nicht trennen könne. „Manches muss auch ein bisschen nachklingen dürften“, setzte er fest, „ein Gespräch, ein Vereinsfest oder auch Gottes Wort“. Fortan überlegten die beiden, was sie wohl dem scheidenden Bürgermeister schenken könnten. Wein aus Österreich? Nein, den kennt er bereits. Ein Zitatenbuch? Nein, denn Reden muss er jetzt ja keine mehr halten. So luden sie ihn einfach zum Essen zu sich ein „bei geistreichen Gesprächen und geistvollen Getränken“. Wein und Zitatenbuch bekam stattdessen Zeislmeiers Nachfolgerin Michaela Waldmann. 

Sachverstand eingebracht

 Viel Lob gab es fortan von den Rednern für den scheidenden Bürgermeister. Den dienstältesten Gemeinderat, Klaus Frick, freute besonders, dass Dank Zeislmeier Pfronten nun nicht mehr „den hässlichsten Rathausplatz von hier bis Nowosibirsk“ hat. Bei vielen anderen Projekten habe er alle Beteiligten in einem Maße einbezogen, das bisher nicht üblich war und sich vorbildlich für die Jugend eingesetzt. Der Seeger Rathauschef dankte für den Sachverstand, den er in die Arbeit mit dem Bayerischen Städtetag eingebracht hatte und hieß Michaela Waldmann willkommen. „Wir Vereine fühlten uns bei Dir gut aufgehoben“, gab Dr. Alois Kling, Vorsitzender des Skiclubs, dem Rathauschef mit auf den Weg. Wie übliche endete der Empfang mit dem Singen des Pfrontenliedes. ps

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