Ritter und Burgfräulein

Zu einem echten Ritterspektakel gehört natürlich auch kochen und essen wie im Mittelalter. Foto: Sommer

Eisenberg – Klirrende Schwerter und keuchende Ritter, Musik von teuflischen Barden, dazu eine kaiserliche Tafelrunde und anmutige Burgfräulein. Dazu viel Volk, jung und alt. So sah es am vergangenen Wochenende beim Ritterspektakel in Eisenberg rund um die Burg Hohenfreyberg aus. 

Schon von Weitem konnte man die Zelte und Fahnen oben auf dem Eisenberger Burgberg erspähen. Beim Näherkommen mischte sich dann der regelmäßige Schlag der Kaufbeurer Maximilianstrommler in das bunte Bild, das sich den zahlreichen Besuchern darbot. Das Mittelalter erwachte zu neuem Leben, immer um die Mittagszeit mit dem Kaiserpaar, das auf der Burg einzog. Vorbei am Schmid, der das Eisen aus dem Feuer holt und dem Händler aus dem Morgenland mit den exotischen Früchten und Kernen. Dazwischen tummelte sich natürlich allerhand Volk, Marketenderinnen und Bauern, die die Szene beleben und dem Kaiser huldigen. 

Zwei Tage lang schien es, als ob die beiden Burgruinen Eisenberg und Hohenfreyberg zu neuem Leben erwacht wären, vor allem für den Allgäuer Nachwuchs war viel geboten. Wer durch das steinerne Tor in den Innenhof der Ruine bog, wurde schließlich von des „Teufels Lockvögeln“ empfangen, die mit infernalischen Klängen die Besucher in ihren Bann zogen. Unter den wohlwollenden Blicken des kaiserlichen Paares, die mit ihrem Gefolge Hof hielten, tanzte dazu eine Haremsdame und zeigte am Abend ihre beeindruckende Feuershow. 

Spannende Geschichten 

Ein paar Meter weiter konnten sich die künftigen Ritter schließlich im Kampfe üben. Hier ging der Nachwuchs – darunter auch die jungen Burgfräulein – in die Knappenschule, wo sie mit Lanze und Pferd (beides aus Holz) beim Joss versuchten, ihre Geschicklichkeit zu beweisen. Für die jüngeren Besucher des zweitägigen Festes gab es außerdem spannende Geschichten aus der Ritterzeit zu hören. 

Wer darüber hinaus erleben wollte, wie die alten Rittersleut seinerzeit gelebt hatten, der musste dagegen ins Lager, wo die verschiedenen Ritter-Orden ihre Zelte aufgeschlagen hatten. Oder man wechselte von Hohenfreyberg hinüber in die benachbarte Ruine Eisenberg, wo die Reichsritter aus Pfronten lagerten. 

Daneben konnten die Besucher an den Burgen selbst den Hunger stillen oder absteigen zur Schlossbergalm, wo es außerdem noch einen Mittelaltermarkt gab. Dort wurden Münzen geprägt und die eine oder andere „Medizin“ wechselte den Besitzer. Hier konnte man sich auch das Gewand für den künftigen Edelmann oder das Burgfräulein aussuchen. Höhepunkt neben den Schaukämpfen der Ritter und der Waffenschau war sicherlich auch die große Feuershow am Samstagabend. gau

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