Deftige Sprüche und lustige Einlagen

Beim sechsten Vilser Starkbieranstich haben die Gäste viel zu lachen

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Als Assistentinnen fungierten beim Bieranstich Tirols Landtagspräsidentin Sonja Ledl-Rossmann und die Tiroler Europa-Abgeordnete Barbara Thaler (rechts).

Vils – Man hätte fast meinen können, der Ochs’ aus dem Vilser Wappen am Rednerpult hatte auch ein Grinsen im Gesicht, als beim 6. Vilser Starkbieranstich Bürgermeister Manfred Immler seine Ansprache als Kardinal „Alfredo“ an die Gäste richtete.

Direkt aus Rom über die Alpen gekommen, brachte er die Grüße seiner Mitbrüder und natürlich seines „Chefs“, da der Ruf des „international bekannte Ereignisses“ bereits bis hinter die Mauern des Vatikans gedrungen war. Dolmetscherin Monika hatte alle Mühe, die humorvoll übermittelten Worte des „Würdenträgers“ wortgetreu zu übersetzen. 

Der 2015 vom mittlerweile verstorbenen Pfarrers Rupert Bader initiierte Anstich im Vilser Stadtsaal war einmal mehr der erste gesellschaftliche Höhepunkt des Jahres. Neben der regionalen wirtschaftlichen und politischen Prominenz waren mit Tirols Landtagspräsidentin Sonja Ledl-Rossmann, Tirols Wirtschaftskammerpräsident Christoph Walser sowie der Europa-Abgeordneten Barbara Thaler besondere Gäste gekommen. 

Als erprobter Theaterspieler war Bürgermeister Manfred Immler als Kardinal "Alfredo" in seinem Element, als „Dolmetscherin“ fungierte Monika Megele.

Auch das Brauerehepaar Juliane und Andreas Hiby-Durst („Vilser Bergbräu“) hatte es sich nicht nehmen lassen, an dem Spektakel einzunehmen. Sie hatten für diesen Abend das Starkbier gestiftet und der Erlös aus jeder verkauften Maß des edlen Tropfens floss dem Sozialfonds der Stadt Vils zu. 

Viel Applaus bekam auch Heiterwangs Altbürgermeister Rudi Fröhlich für seine „Gschichtla“ und „Gedichtla“ im reinen Dialekt ohne „Simultan-Übersetzung“ – vorgetragen mit viel Humor und seiner ihm ganz eigenen Art und Weise. 

Wie eigentlich alljährlich hatten sich auch die Theaterspieler aus Vils erneut eingebracht und einige Darbietungen ausgesucht. Für ihre drei aufgeführten Sketche bekamen sie jede Menge Applaus aus dem Publikum. Einer der Höhepunkte war traditionell Renate Thurner als „legendäre“ Reinigungsfachkraft „Elvira“, die mit ihrem Auftritt wie üblich die Dinge auf den Punkt brachte und ein um das andere Mal aus dem Nähkästchen mit Geschichten aus dem Städtle plauderte. 

Dabei bekam auch ihr „Lieblingsobjekt“ Bürgermeister Immler anständig die Leviten gelesen. Unter anderem bot sie ihm die tätige Mithilfe bei der Bewältigung der Amtsgeschäfte an – „für schwierige Fälle haben sie ja mich“. Fazit: auch 2020 war der Vilser Starkbieranstich ein unterhaltsamer Abend mit vielen Überraschungen, deftigen Sprüchen, lustigen Einlagen und zünftiger Musik mit dem Quartett „Alpfuier“.

ed

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