Schwangauer Bauausschuss stimmt Umnutzung der Tenne zu

Tenne wird zum Theaterstadel

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Das Anwesen am Bullachberg. Das Gros der Stellplätze soll jetzt auf der Schotterfläche im Vordergrund ausgewiesen werden. Weitere Stellplätze wird es neben und vor den Garagen (im Bild links) geben. Dazu kommen weitere Stellflächen vor dem großen Haupttor, sodass 60 Stellplätze für Besucher zur Verfügung stehen sollen.

Schwangau – In der Januarsitzung noch verweigerten die Mitglieder des Bauausschusses noch der Nutzungsänderung für die Tenne am Bullachberg ihre Zustimmung. Nach einem Ortstermin und bei Wiedervorlage gab’s jetzt aber doch das OK durch das Gremium.

Zur Erinnerung: die Besitzerin des Bullachberges hatte den Antrag gestellt, die bis etwa 2003 gewerblich genutzte Tenne in einen Theaterstadel umwidmen zu dürfen. Dazu sollten weitere Fluchtwege gebaut werden, der Saal wird 180 Besucher fassen. Der Idee als solches verschlossen sich die Räte nicht, gleichwohl monierten sie die, aus ihrer Sicht, nicht geklärte Stellplatzfrage. 

Nachweisen konnte die Bauwerberin nämlich nur 25 Stellplätze, laut Hauptamtsleiter müsste sie aber mindestens 50. Die Räte wollten gar Plätze für die Hälfte der möglichen Besucher sehen und argumentierten seinerzeit, dass die Besucher sonst zwangsläufig auf die Ortsverbindungsstraße Schwangau-Hohenschwangau ausweichen müssten, einem recht unübersichtlich Straßenstück. 

Auch erinnerten sie seinerzeit daran, dass viele Besucher des Weihnachtsmarktes am Bullachberg auf den benachbarten Grundstücken wild geparkt hätten. Deshalb beschloss der Bauausschuss seinerzeit, den Beschluss zu vertagen und sich bei einem Ortstermin kundig zu machen (der Kreisbote berichtete). 

Den gab es nun. Außerdem lag den Räten ein Schreiben mit Lageplan vor. Darin rechneten die Architekten vor, dass ohne Pferdekoppel 60 Stellplätze auf dem Areal zur Verfügung stünden, unter anderem vor den Garagen und Stellplätze der Mitarbeiter. Eine Situation wie beim Weihnachtsmarkt könne nicht mehr entstehen, da dieser zum Teil auf den Stellplätzen stattgefunden habe. Für die Theatervorstellung könnten die Darsteller am Schloss selber parken. Mit diesen Vorgaben stimmten die Räte für den Ausbau. 

Gute Argumente

Ebenfalls zugestimmt haben sie einem Bauantrag für eine Terrassenüberdachung in der König-Ludwig-Straße. Der Antrag überschreitet zwar diverse Vorgaben und Größen aus dem Bebauungsplan. Nachdem aber die Überschreitungen respektive die notwendigen Befreiungen vom Bauwerber dafür im Ausschuss ausführlich dargelegt und begründet worden seien, stehe dem Antrag nichts im Weg, so der Schwangauer Hauptamtsleiter.

 Schlussendlich stimmten die Räte auch für den Neubau eines kleinen Schwangauer Hauses für zwei Ferienwohnungen ohne Unterkellerung. Das Vorhaben liegt im Dorfgebiet, wo zur Zeit noch kein B-Plan gilt. Die Erschließung sei gesichert, ebenso werden die Abstandsflächen eingehalten. Lediglich die Unterschrift der Nachbarin fehle noch. Für die nicht Einhaltung der Dachüberstände erteilten die Räte eine Befreiung und machten so den Weg für den Neubau frei.

Oliver Sommer

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