Immer mehr Vermisste in den Pfrontener Bergen

Pfrontener Bergwacht blickt auf ein ereignisreiches Jahr zurück

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Acht Mal müssen die Pfrontener Bergretter den Rettungshubschrauber rufen.

Pfronten – Insgesamt 44 Mal mussten die Retter der Pfrontener Bergwacht im vergangenen Jahr zu Einsätzen ausrücken. Das gab Bereitschaftsleiter Franz Dopfer am vergangenen Freitag in der Jahreshauptversammlung der Bergretter bekannt. Nicht immer fanden die Einsätze ein glückliches Ende.

Bei acht Einsätzen musste der Hubschrauber eingesetzt werden. Zwanzig Einsätze bezogen sich auf Bergsteiger und Wanderer und elf Einsätze auf Skiunfälle; hier sei aber die Zahl zurück gegangen. Auffallend seien die zahlreichen Sucheinsätze im Frühjahr gewesen. Leider konnten einige Vermisste aber nur noch tot geborgen werden, wie Bereitschaftsleiter Dopfer erinnerte. 

Derzeit verrichten 45 Aktive ihren Dienst bei der Pfrontener Bergwacht. Dazu kommen 16 inaktive Bergwachtler und 15 Anwärter. Erfreut zeigte sich die Versammlung über den Zugang zahlreicher neuer Anwärter. „Dank nahezu perfekter Vorbereitungen mit Informationsabenden und Transparenz durch gut ausgearbeitete Leitfäden gelingt es uns immer wieder, neue Mitglieder und Anwärter zu gewinnen“, sagte Dopfer. Im vergangenen Jahr konnten außerdem zwei Mitglieder die Ausbildung zur Einsatzkraft erfolgreich abschließen.

 Auch bei überregionalen Ausbildungen war die Bergwacht Pfronten vertreten. So zog der Bereitschaftsleiter eine positive Bilanz aus diversen Aus- und Fortbildungen. Abgehalten wurden außerdem insgesamt 12 Versammlungen mit durchschnittlich 30 Teilnehmern, bei denen auch Übungen und Unterweisungen vorgenommen. Darunter war auch das Bergwacht-Vereinsschießen. 

Dopfers Dank galt in diesem Zusammenhang den Ausbildungsleitern Michael und Christof Trenkle für ihr immer wieder abwechslungsreiches Übungsprogramm. Dazu gehörte auch die Übung in der Nord-Ost-Wand des Aggensteins im Oktober. Das geplante Klettern am nächsten Tag musste allerdings wetterbedingt ins Wasser fallen, so Dopfer. 

„Darunter wird wie jedes Jahr der Mountainbike-Marathon stehen, verschiedene Ski- und Langlaufrennen und der Deckel Maho-Firmenlauf am Zirmen, den wir rettungsdienstlich betreuen“, blickte der Bereitschaftsleiter darüber hinaus auf die diesjährigen Veranstaltungen mit Beteiligung der Bergwacht voraus. 

Ein zentrales Thema für die Bergretter ist nach wie vor die Einführung des Digitalfunks. Als ständiger Begleiter der Einsatzkräfte ist der Funk unerlässlich. „Mit zahlreichen Übungen haben wir uns vertraut gemacht und der Umgang mit dem Digitalfunk funktioniert mittlerweile ganz gut“, erläuterte Dopfer. Finanziell stehen die Pfrontener Bergretter solide dar. „Mit dem Überschuss sind Investitionen in das Bergwacht-Depot geplant“, kündigte Dopfer an. 

Dritter Bürgermeister Alfons Haf dankte den Bergrettern im Namen der Gemeinde für ihren Einsatz. Vor allem freue ihn, dass die Bergwacht Pfronten „jugendlich und mit guter weiblicher Unterstützung“ ausgestattet sei. Auch der gute Ausbildungsstand sei bemerkenswert, lobte Haf.

ce

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