"Es wird nicht weniger"

Bergwacht Füssen zieht Bilanz des Jahres 2019 – 127 Einsätze geleistet

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Eine „ehrenwerte“ Gesellschaft: Hannes Bruckdorfer (links) und Andreas Kösel (rechts) zeichnen Martin Steiner (v. l.), Werner Haff, Kurt Schichtl und Jakob Häfele für ihre langjährige Treue zur Bergwacht Füssen aus.

Schwangau – Mit den Worten „es wird nicht weniger“ verdeutlichte der Bereitschaftsleiter der Bergwacht Füssen, Hannes Bruckdorfer, in der jüngsten Jahreshauptversammlung der Bergretter im Schlossbrauhaus Schwangau, dass auch 2019 wieder eine ereignisreiche Zeit gewesen sei.

„Ein einsatzreiches Jahr“, wie Bruckdorfers Stellvertreter Andreas Kösel zu den insgesamt 127 geleisteten Einsätzen sagte.

Um in Not geratenen Menschen zu helfen, rückten die Füssener Bergwacht in den zwölf Monaten des vergangenen Jahres zu Rettungs- und Hilfsmaßnahmen in dem ihr zugehörigen Teil der Ammergauer, Allgäuer und Tiroler Alpen umfassenden Einsatzgebiet aus. Diese zahlreichen Einsätze hätten sich gelohnt, denn, „dabei konnten wir vielen Menschen in ihrer Not im Berg erfolgreich helfen“, so Bruckdorfer ein Resüme ziehend.

Der Sommer stellte mit 106 Einsätzen die weitaus arbeitsreichere Jahreshälfte dar, in der sie Einheimischen und Touristen insbesondere beim Wandern, Gleitschirmfliegen und Klettern zur Hilfe eilten. Dahingegen retteten die Füssener Bergwachtler in den Wintermonaten vor allem Skifahrer, Skitourengeher, Snowboarder sowie Rodler, wie Kösel in seinem ausführlichen Einsatzbericht erläuterte. 

Dass der August mit 29 Einsätzen der mit Abstand intensivste Monat für die 53 aktiven Frauen und Männer im Dienst war, fügte er hinzu. Der Tegelberg sei der Haupteinsatzort gewesen, gefolgt von Hohenschwangau und dem Gebiet am Buchenberg. Die meisten Hilfseinsätze haben dem stellvertretenden Bereitschaftsleiter zufolge an Werktagen stattgefunden, während 42 Prozent davon an Feiertagen sowie Wochenenden anfielen. Unter letzteren habe es leider auch tragische Unglücksfälle gegeben, wie Kösel sagte.

"2960 ehrenamtliche Ausbildungsstunden"

Es sei positiv zu bewerten, dass die Anforderungen an die Bergwachtler sehr breit gefächert waren, wie der stellvertretende Ausbildungsleiter Phillip Berg anschließend anmerkte. Um für alle Fälle gewappnet zu sein, habe die Füssener Bergretter im vergangenen Jahr 2960 ehrenamtliche Ausbildungsstunden in 80 Ausbildungen absolviert, so Berg. Auch sagte er, dass gerade die Luftrettung immer sehr viel Raum bei den Aufgaben und Übungen der Füssener Bergwacht einnehme.

Die Anwärterausbildung spiele ebenfalls eine sehr große Rolle, sagte Xaver Henke, einer von mehreren Leitern der Jugendbergwacht. Er informierte die rund 100 Besucher der Versammlung darüber, dass die Jugend der Einsatzkräfte im Jahr 2019 bei 14 Terminen stolze 680 Ausbildungsstunden geleistet habe. Diese absolvierten die jungen Bergretter in den drei Themenblöcken „Winterausbildung“, „Klettern und Abseilen“ sowie „Medizin“.

Gut gewirtschaftet

Mit gut 70.000 Euro an Einnahmen und etwas mehr als 57.000 Euro an Ausgaben habe die Bergwacht Füssen im vergangenen Jahr außerdem sehr gut gewirtschaftet, sagte Markus Albrecht zur aktuell positiven finanziellen Lage. Das dürfte den Kassenwart Hubert Vogler gefreut haben. Er schlug die anschließend erfolgte Entlastung der Vorstandschaft vor, nachdem Martin Steiner, Werner Haff, Kurt Schichtl und Jakob Häfele für ihre langjährige Zugehörigkeit zur Bergwacht Füssen von Bruckdorfer und Kösel gewürdigt wurden. Georg Seel erhielt in diesem Zuge für besondere Verdienste bei der Bergwacht Bayern eine Medaille in Bronze.

lex

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