Lechvorstadt wird aufgehübscht

Füssener Stadtrat beschließt Sanierung der südlichen Lechvorstadt

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Die südliche Lechvorstadt soll auf Vordermann gebracht werden. Deshalb hat der Stadtrat jetzt eine Sanierungssatzung erlassen, die Voraussetzung für eine finanzielle Förderung der Arbeite ist.

Füssen – Bau- und kulturhistorisch hat die sogenannte Lechvorstadt südlich des Flusses einige Hingucker und hochwertige Einzeldenkmäler zu bieten. Kein Wunder, dass das Gebiet entlang der Schwangauer- und Tiroler Straße nach dem Denkmalschutzgesetz unter Ensembleschutz steht.

Das führt gleichzeitig aber auch dazu, dass an vielen Stellen der Zahn der Zeit deutliche Spuren hinterlassen hat. Um eine „Schönheitskur“ für das Areal zu erleichtern, hat der Stadtrat das fast drei Hektar große Gebiet jetzt förmlich als Sanierungsgebiet festgelegt und eine Sanierungssatzung erlassen. 

Mit dem einstimmigen Beschluss folgte der Stadtrat einer Empfehlung aus dem Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK). Die damit einhergehenden Voruntersuchungen hätten die Notwendigkeit von Sanierungen der südlichen Lechvorstadt nachgewiesen, heißt es dazu in den Unterlagen der Stadtverwaltung. Demnach haben die im Oktober vergangenen Jahres vom Stadtparlament beschlossenen Voruntersuchungen (der Kreisbote berichtete) ergeben, dass die südliche Vorstadt „teilweise gestalterische Defizite und funktionale Mängel“ aufweise. „Der Standard des öffentlichen Raumes wird der Bedeutung des Ensembles Lechvorstadt nicht gerecht“, so das Fazit. 

Vorrangiges Ziel müsse deshalb sein, Umbau, Ausbau und Gestaltung von Straßen und des öffentlichen Raums, die eine geschichtliche oder städtebauliche Bedeutung haben, anzustoßen. „Damit einher gehen auch der Erhalt und die Modernisierung bzw. Instandsetzung sowie energetische Sanierung der historischen Gebäude unter Wahrung des städtebaulichen Erscheinungsbildes“, so die Vorstellung der Verwaltung. Mit dem jetzt erfolgten Erlass der Satzung kann die Sanierung beginnen.

Gleichzeitig ist die Satzung Voraussetzung für eine Förderung der einzelnen Baumaßnahmen. Denn gefragt sind bei „Schönheitskur“ für den südlichen Eingang in die Altstadt vor allem die Grundstückseigentümer. Die Stadt selbst will dabei lediglich „initiierend und steuernd“ unterstützen. Dabei helfen soll ein kommunales Förderprogramm, deren Ziele und Zweck die Verwaltung festlegt und dafür einen Teil ihres jährlichen Städtebauförderkontigentes einspeist. Bedeutet konkret: Grundstückseigentümer in der Lechstadt können künftig bis zu 30 Prozent der förderfähigen Kosten ihrer Sanierungsmaßnahmen – unter der Voraussetzung, sie entsprechen den Sanierungszielen und wurden mit der Stadtveraltung abgesprochen – von der Stadt bekommen. 

Allerdings: „Die Höhe der Förderung unterliegt der Einzelfallprüfung und wird auf einen Höchstbetrag gedeckelt“, heißt es in einer Vorlage der Stadtverwaltung. Die Stadt wiederum bekommt bis zu 60 Prozent des kommunalen Förderprogramms durch Städtebauförderungsmittel, sodass ihr Eigenanteil unterm Strich bei 40 Prozent liegt. 

Wird Brücke verschönert?

Eine Anmerkung dazu aus dem Gremium kam lediglich von CSU-Stadtrat Dr. Christoph Böhm. Er und sein UBL-Kollege Magnus Peresson freuten sich über das Ziel der optischen Aufwertung der Lechvorstadt, erklärte er. Denn genau das wollten beide auch bei der Theresienbrücke erreichen. Diese muss und soll bekanntlich saniert werden. In diesem Zusammenhang hatten Böhm und Peresson in der Vergangenheit bereits mehrfach ein sensibles Vorgehen angemahnt (der Kreisbote berichtete). „Die Brücke ist etwas ganz Besonderes!“, so Peresson in der Januar-Sitzung des Stadtrates im Hinblick auf das Kloster-Ensemble. „Optisch und ästhetisch sollten wir die besten Lösungen nehmen!“

mm

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