Stadtgemeinde steht nach dem plötzlichen Tod ihres Bürgermeisters unter Schock

Vils nimmt Abschied von Keller

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Vor der Pfarrkirche hatten die Trauergäste die Gelegenheit, sich persönlich von Günter Keller zu verabschieden.

Vils – Die Stadtgemeinde Vils nahm am vergangenen Mittwoch Abschied von ihrem Bürgermeister Günter Keller, der zwei Tage zuvor im Alter von 59 Jahren völlig überraschend und für alle unfassbar verstorben war.

Unter den Trauergästen waren unter anderen Landeshauptmann Günther Platter, Landtagspräsidentin Sonja Ledl-Rossmann, viele Bürgermeisterkollegen aus dem Außerfern und dem angrenzenden Allgäu sowie sämtlich örtliche Vereine. Beim Sterbegottesdienst in der Vilser Pfarrkirche hatte Abt German Erd den Verstorbenen als einen Mann mit Prinzipien bezeichnet, mit dem man zwar hart diskutieren konnte, der aber immer wieder den Konsens suchte. „Er war an vielem interessiert und offen für Veränderungen, wenn sie der Sache dienlich waren“, charakterisierte er Keller und fügte hinzu „sind wir trotz aller Trauer dankbar, dass Gott ihn uns geschenkt hat“. 

Beim anschließenden Trauerzug durch die Stadtgemeinde, den die Bürgermusikkapelle anführte und bei dem Hunderte dem Sarg folgten, war die tiefe Trauer über den plötzlichen Tod des Stadtoberhaupts zu spüren. In einer Verlautbarung der Gemeinde, unterzeichnet von Vizebürgermeister Manfred Immler, der die Amtsgeschäfte bis zu den erforderlichen Neuwahlen fortführt, wies dieser auf den unermüdlichen Einsatz Kellers für seine Stadt hin. 

Der Verstorbene war von 1992 an Mitglied des Vilser Gemeinderats, ab 2004 Vizebürgermeister und seit August 2009 Bürgermeister der Stadtgemeinde. Seine Heimatverbundenheit wurde durch dessen aktives Vereins- und Gemeindeleben spürbar. „Sein Ideenreichtum und sein Engagement bleiben unvergessen“.

 Landtagspräsidentin und Außerferner Bezirksparteiobfrau Sonja Ledl-Rossmann, selbst gebürtige Vilserin, zeigte sich über das völlig unerwartete Ableben des Vilser Bürgermeisters Günter Keller tief betroffen. „Ich habe ihn als einen herzlichen Menschen mit Ecken und Kanten kennen gelernt, und habe mit ihm in den letzten Jahren viele emotionale Diskussionen geführt. Auf seine Unterstützung konnte ich immer zählen, sei es bei den unterschiedlichen Arbeitssitzungen oder bei gemeinsamen Terminen in Vils“, erklärte sie.

ed

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