Rosige Aussichten

Bezirk Reutte schneidet beim Zukunftsranking gut ab

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Der Reuttener WK-Obmann Christian Strigl, Wirtschaftskammerpräsident Christoph Walser und WK-Geschäftsführer Wolfgang Winkler (v.r.) berichteten über die wirtschaftliche Lage im Bezirk Reutte.

Reutte – Beim „Zukunftsranking der österreichischen Bezirke“, das bereits zum zweiten Mal von der Pöchhacker Innovation Consulting GmbH erstellt wurde, belegt der Bezirk Reutte bei den Arbeitsmarktdaten sehr gute Ergebnisse.

So herrscht in der Region die bundesweit geringste Arbeitslosenrate (1,88 Prozent). Bei der Wirtschaftskammer (WK) Reutte ist man dementsprechend erfreut. Erfreut registrierte dies WK Bezirksobmann Christian Strigl: „Wir haben es nun sogar offiziell, dass er zu den besten Bezirke im Bezug auf Beschäftigungszahlen in Österreich gehören.“ Er fügte hinzu: „Unsere Bemühungen auf dem Arbeitsmarkt im Bezirk der vergangenen Jahre tragen Früchte.“ 

Die Wirtschaftskammer nehme die Verantwortung für die Region wahr und arbeite an der Zukunftsentwicklung aktiv mit. In einem Workshop hatten im Juni Unternehmer und Entscheidungsträger des Bezirks Projekte zu den drei Themenbereichen Arbeitsmarkt, Verkehrssituation und Wirtschaftsstandort ausgearbeitet. In einem Pressegespräch informierten sie jetzt über konkrete Zielsetzungen der zukünftigen regionalen Entwicklung und Vorschläge für Maßnahmen, die auch möglich sind umzusetzen. „Ideen und Vorschläge sind in den letzten 30 Jahren genügend vorgetragen worden. 

Nun ist es an der Zeit das die Politik die Signale endlich erkennt und handelt.“ Die Verkehrslage im Bezirk sei eine klare Benachteiligung und schlage sich zu 90 Prozent in der Wirtschaft nieder. Dies betreffe nicht nur den Arbeitsmarkt, sondern wirke sich auch im europäischen Vergleich nachteilig aus. „Wir erwarten klare Ansagen seitens der Politik – explizit in Sachen Scheiteltunnel und Tschirganttunnel“, forderte Walser nachdrücklich.

Dies gelte auch, touristisch gesehen für die Skigebiete, die darauf warten würden, dass Projekte wie Erweiterungen vorgenommen bzw. Neuerschließungen erlaubt werden. Gegner solcher Maßnahmen würden immer massiver auftreten.

Reutte auf Rang drei

Walser wartete auch mit Zahlen auf, die auf Erhebungen im Jahr 2016 basieren: im gesamten Tirol wurden 28,9 Milliarden Euro an Bruttowertschöpfung erarbeitet. Im Bezirk Reutte betrug diese 1,34 Milliarden Euro (41. 500 Euro pro Einwohner) und liegt damit an Platz drei der Tiroler Bezirke. 

Die Arbeitslosenquote von 1,88 Prozent, bedeutet Rang 1 in Tirol. Dieser Tage kam jetzt außerdem die Zusage für die Installierung einer HTL für Wirtschaftsingenieure und Betriebsinformatik in Reutte (Höhere Technische Lehranstalt), die im Schuljahr 2020/21 ihren Betrieb aufnehmen wird. Somit wurde eine langjährige Forderung der heimischen Wirtschaft und innerhalb der Workshops geführte Diskussion umgesetzt. Abschließend stellte Walser fest „Tirols Stärke beruht auf der Kraft seiner Bezirke.“ 

WK-Obmann Christian Strigl wies auf die „5. WirtschaftsMeile Außerfern 2020“ hin, die vom 3. bis 5. Juli stattfinden soll. „Eine bewährte Regionalmesse, die wieder eine Plattform der Begegnung von Menschen sein wird“, führte er aus und kündigte an, dass auch 2020 einmal mehr rund 100 Aussteller aus Handel und Gastronomie im Außerfern und dem benachbarten Ost- und Oberallgäu daran teilnehmen werden. Die Messe findet im Vorfeld des 71. Außerferner Bundesmusikfestes, das an selber Stelle vom 16. bis 19. Juli 2020 gefeiert wird, statt.

ed

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