13.924 Stunden im Einsatz

+
Vor der Wirtschaftskammer Reutte treten die Abordnungen der verschiedenen Feuerwehren des Außerferns anlässlich des 117. Bezirks-Feuerwehrtag zum Appell an. Rechts ist Bezirksfeuerwehrkommandant Dietmar Berktold zu sehen.

Reutte – Der 117. Feuerwehrtag des Bezirksfeuerwehrverbands Reutte hat es jetzt erneut deutlich gemacht: ohne die 41 Wehren im Talkessel Reutte, dem Lech- und Tannheimertal sowie Zwischentoren wäre es um den Schutz der Bevölkerung und deren „Hab und Gut“ eher schlecht bestellt.

Bezirksfeuerwehrinspektor Konrad Müller berichtete im Saal der Wirtschaftskammer Reutte von 1067 Alarmierungen für das Jahr 2015, bei denen 8158 Frauen und Männer im Einsatz waren und dabei 13.924 Einsatzstunden leisteten. Er berichtete weiter unter anderem vom Großbrand in Lermoos (Schaden ca. 800.000 Euro), vom Einsatz auf dem Gelände der ehemaligen Reuttener Textilwerke (Schaden ca. 107.000 Euro) sowie von einigen kleineren Bränden, die rasch gelöscht werden konnten.

Gefordert waren die ehrenamtlichen Feuerwehrleute auch bei schweren Verkehrsunfällen, zum Teil mit tödlichem Ausgang, wie auf der Schnellstraße B 179, auf der Lechtalbundesstraße und anderen Straßen im Bezirk. „Bei manchen Einsätzen war die psychische und physische Belastung, besonders eben bei Verkehrsunfällen, sehr hoch“ stellte Müller fest.

Zuvor hatte Bezirksfeuerwehrkommandant Dietmar Berktold in seinem „Lagebericht“ die gute und engagierte Einsatzbereitschaft der Außerferner Feuerwehren gelobt. Derzeit stehen in den 40 Freiwilligen Feuerwehren und der Betriebsfeuerwehr von Plansee 1731 Aktive im Dienst (Reserve 1035 Frau/Mann). Erfreulich sei außerdem die hohe Zahl von 19 Jugendfeuerwehren im Bezirk, bei denen 172 Jugendliche in Ausbildung sind.

Hoher Wissensstand 

Er freute sich in diesem Zusammenhang über den hohen Wissensstand beim Wissenstest in Heiterwang, an dem 34 Mädchen und 66 Buben teilgenommen hatten. Guter Resonanz erfreute sich auch der Nassleistungswettbewerb in Lermoos bei dem die Aktiven mit 107 Gruppen und der Jugend mit 35 Trupps vertreten waren.

In ihren Grußworten hoben anschließend Bezirkshauptmann Konrad Geißler, Reuttes Bürgermeister Alois Oberer und Bundesrätin Sonja Ledl-Rossmann (ÖVP) unisono das hohe Engagement der Feuerwehren hervor. Es sei in der heutigen Zeit nicht mehr unbedingt selbstverständlich, sich ehrenamtlich für die Sicherheit der Gesellschaft einzusetzen. ed

Meistgelesene Artikel

Interesse für Elektroautos wecken

Füssen – Der Klosterhof als 1a-Parkplatz in der Altstadt? Zumindest am Donnerstag war dort ein großer Fuhrpark zu sehen.
Interesse für Elektroautos wecken

Einstimmig berufen

Landkreis/Kaufbeuren – Zum Ende des Monats Februar wird Dr. Philipp Ostwald, Leiter des Kommunalunternehmens (KU) der Kliniken Kaufbeuren-Ostallgäu, …
Einstimmig berufen

Teurer sterben in Füssen

Füssen – Zum ersten Mal seit 15 Jahren will die Stadt Füssen die Bestattungs- und Grabnutzungsgebühren erhöhen.
Teurer sterben in Füssen

Kommentare