Schlossparkregion im Fokus der Bemühungen

Tourismus-Rekord für das Ostallgäu

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Das Wandern in der idyllischen Schlossparkregion – hier ein Blick auf Schwangau bei Sonnenaufgang – soll verstärkt gefördert und in den Vordergrund gerückt werden.

Landkreis – Neue Rekordzahlen für das vergangene Jahr vermeldete jetzt der Tourismusverband Ostallgäu in seiner Mitgliederversammlung.

Um die Zahlen weiter zu steigern, soll das touristische Angebot im Ostallgäu weiter ausgebaut und verbessert werden. Vor allem die Schlosspark-Region soll attraktiver für Einheimische und Gäste werden. 

Mit insgesamt 1.423.731 Gästen (+7,3 Prozent) und 4.600.731 Übernachtungen (+3,1 Prozent) verkündete Verbandsvorsitzende und Landrätin Maria Rita Zinnecker (CSU) vergangene Woche neue Rekordzahlen. Besonderes Augenmerk lag laut Zinnecker im Vorjahr auf der Weiterentwicklung des Erlebnisraums Schlosspark. 

Dabei standen der Ausbau des touristischen Netzwerkes, die Erarbeitung einer Kommunikationsleitlinie sowie die qualitative Entwicklung des Rad- und Wanderangebotes im Vordergrund. Ausruhen werde sich der Verband und seine Mitglieder auf diesen Erfolgen aber nicht: „Mit der Weiterentwicklung der bisherigen Linie soll die Qualität der Angebote, die Beliebtheit der Region und die Aufenthaltsqualität für die Gäste im Schlosspark weiter gesteigert werden“, kündigte Zinnecker an. 

Der Trend zu vermehrten Kurzreisen setzte sich unterdessen weiter fort. So sank die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Vergleich zum Vorjahr von 3,36 auf 3,23 Tage weiter ab. Positiv sei die Steigerung der Auslastung der Bettenkapazitäten zu werten. Die 26.408 Betten waren 2018 zu 47,73 Prozent ausgelastet. (45,98 Prozent in 2017). Die Zahlen zeigen laut Landrätin die wichtige wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus für die heimische Region. 

Mit einem Bruttoumsatz von 602 Millionen Euro und über 8000 Beschäftigten stellt der Tourismus eine wichtige wirtschaftliche Säule des Landkreises dar. „Außerdem“, so die Vorsitzende, „kommt die hohe Freizeitqualität auch den Einheimischen zugute und trägt zur Lebensqualität bei, die in Zeiten des Fachkräftemangels immer wichtiger wird.“ 

Nachdem in einigen Bereichen des Landkreises die Kapazitäten an ihre Grenzen stoßen, ist neben der quantitativen Tourismusentwicklung die Steigerung der Qualität der Angebote von ganz wesentlicher Bedeutung. Mit der erneuten Zertifizierung der „RadReiseRegion Schlosspark“ und der Fünf-Sterne-Qualitätsradroute Schlosspark im Allgäu sei die Qualität der Radangebote weiter sichergestellt. Nach wie vor sei der Schlosspark mit diesem Angebot im Radtourismus in Deutschland einzigartig.

 "Königlich Wandern"

Jetzt sollen aber auch die Wanderangebote im Schlosspark verstärkt in den Mittelpunkt gerückt werden. Mit der Entwicklung des Konzeptes „königlich Wandern im Schlosspark“ im Rahmen eines LEADER-Projektes hat Christa Fredlmeier mit einem neuen Schlosspark-Leitwanderweg und dem Konzept von ergänzenden Ortswanderwegen wichtige Bausteine für ein qualitativ hochwertiges Wanderangebot geschaffen.

Ergänzend dazu soll allgäuweit im Rahmen eines LEADER-Projektes ein einheitliches Qualitätsmanagement für Rad- und Wanderwege installiert werden. „Wenn die Basisqualität der wichtigsten Infrastrukturangebote nicht stimmt, sind alle weiteren Maßnahmen im Marketing fast wirkungslos“, warb Zinnecker dafür, gemeinsam und kontinuierlich die Qualität der Infrastruktur sicherzustellen. 

Die Stärkung der Zusammenarbeit mit allen am Tourismus Beteiligten sei für die Entwicklung der Region wesentlich. Mit dem zweiten „Tourismusforum“ wurde der Ausbau des Netzwerkes nach der Premiere 2017 auch im vergangen Jahr fortgeführt und intensiviert. Über 100 Beteiligte erarbeiteten in verschiedenen Workshops und beim „Tourismusforum“ im Festspielhaus Füssen die Schwerpunkte der zukünftigen Tourismusstrategie. „Denn nur, wenn alle an einem Strang ziehen, können wir das Beste für unsere Gäste erreichen und mögliche Synergien nutzen“, sagte Zinnecker. 

Dies ist auch der Hintergrund für das Kommunikationskonzept Schlosspark, das Vertreter der touristischen Akteure bei einigen Workshops unter der Federführung von Ingrid Yasha Rösner („Musenkuss und Funkenflug“) im Rahmen des LEADER-Projektes „Umsetzung Schlosspark“ erarbeitet haben. 

Auszeit vom Alltag

Im Mittelpunkt des Kommunikationskonzeptes sollen die Motive und Bedürfnisse der Gäste nach einer Atempause in einer digitalisierten, kontrollierten und hektischen Zeit stehen. Gleichzeitig soll dazu beigetragen werden, dass die Natur und die Menschen geschützt und geschätzt werden. 

Nun gelte es, in den nächsten Jahren diese gemeinsame Linie auch in den Orten und Betrieben bewusst umzusetzen, Geschichten hierzu zu erzählen sowie neue attraktive Angebote und Erlebnisse zu schaffen beziehungsweise bestehende Angebote in Wert zusetzen. „Mit diesem Vorgehen haben wir gute gemeinsame Grundlagen geschaffen, die es nun gilt weiterzuentwickeln und auf allen Ebenen umzusetzen“, kommentierte Vorsitzende Zinnecker diese Strategie. Dies strebt sie gemeinsam mit dem neu gewählten zweiten Vorsitzenden, allen 31 Mitgliedsgemeinden und den vielen weiteren touristischen Vertretern an.

kb/mm

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