Treppenhauskonzert im Schloss Hopferau

Meditativ und esoterisch

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Meditative Stimmung: Die herrscht bei Birgit Tischers Konzert „Der Klang des Windes“ in Schloss Hopferau.

Hopferau – „Ein einmaliges Erlebnis” hatte Marina Gröschl den rund 40 Zuhörern beim Treppenhauskonzert in Schloss Hopferau angekündigt. Die bekamen bei der 90-minütigen Vorstellung „Der Klang des Windes“ von Birgit Tischer eine Mischung aus meditativer Session und esoterischem Konzert serviert.

Tischer, die wohl am ehesten als eine Art Schamanin zu bezeichnen ist, nahm erst einmal auf dem Boden Platz bevor sie den Besuchern erklärte, „dass sie sich wohlfühlen sollen“. Anschließend lud die Reicholzriedern sie mit ihrer tiefen, sonoren Stimme „zu einer Reise in die Welt der Klänge“ ein, die dann aber zum großen Teil wenig abwechslungsreich ertönten. 

Musik wie im Indianerfilm 

Während Tischer in einer den meisten Zuschauern wohl unverständlichen Sprache sang, erzeugte sie mit ihrem Trommeln, ihrem Didgeridoo und ihrem Zupfen auf einer Art Hackbrett, das mit der Oberseite nach unten lag, eine ganz spezielle Stimmung. Wie an einem „Lagerfeuer im Wald“, das sie am Anfang des Abends denn auch verbal heraufbeschworen hatte, erinnerten Tischers rhythmische Klänge an indianische Kriegstanztöne aus früheren Westernfilmen. Dabei war fast das gesamte Treppenhaus in nur spärlich beleuchtetes Kerzenlicht getaucht. 

Tischer verkündete zwischen ihren phasenweise beinahe einschläfernd wirkenden Tonpassagen mit sanfter Stimme Botschaften, wie zum Beispiel „Der Klang ist Leben“, „Der Wind ist der Atem des Lebens“ und „Uralt ist der Klang, uralt ist die Liebe“. So ging der Abend schließlich ähnlich ruhig zu Ende, wie er angefangen hatte und mancher Besucher benötigte anschließend vielleicht ein bisschen Zeit, wieder in den etwas unruhigeren Gang des Alltagslebens zu kommen. lex

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