Blechdach statt Kunstrasen

Die geehrten Mitglieder Werner Schuster (v.l.), Eduard Lehrecke, Kurt Hofer, Helmut Mauersberger, Franz Hiltensperger, Manfred Schweinberg, Magnus Doser, Siegfried Schubert mit dem 1. Vorsitzenden, Ulrich Schwerdtfeger. Foto: Schuster

Vergnügungssteuerpflichtig war die jüngste Jahreshauptversammlung des FC Füssen, zu der Ulrich Schwerdtfeger als 1. Vorsitzender am Donnerstag einlud, nicht unbedingt: Die erste Mannschaft befindet sich im Tabellenkeller und statt einen neuen Kunstrasenplatz anzulegen, muss der Verein erstmal sein undichtes Vereinsheimdach teuer sanieren. Und dann sorgte auch noch ein Problem mit der Abrechnung von Aufwandsentschädigungen für Verwirrung. Immerhin: Es herrscht Geschlossenheit. Trainer Savas Uygur und Kapitän Manuel Günes, genießen das Vertrauen von Vorstand und Mannschaft.

„Es gab am Anfang Abstimmungsschwierigkeiten“ gab Ulrich Schwerdtfeger zu Beginn der Versammlung zu, als er auf sein erstes Jahr als Vorsitzender zurückblickte. „Wir haben vieles richtig gemacht, aber nicht alles“. Nicht das Freundschaftsspiel gegen die TSG Hoffenheim, sondern der Klassenerhalt in der Bezirksliga durch ein 0:0 in der Relegation beim BSC Memmingen sei für ihn das Highlight in seinem ersten Jahr gewesen, gab er an. Schwerdtfeger dankte allen Eltern, Trainern, Betreuen und Sponsoren für ihr Engagement. „Etwas mehr gewünscht“ hatte er sich jedoch von Bürgermeister Paul Iacob, wie er angab. Auch der Hinweis auf die umfangreiche Jugendarbeit des FCF habe Iacob nicht dazu bewogen, Geld für den dringend benötigten Kunstrasenplatz bereit zu stellen. Der ist damit in weite Ferne gerückt. Denn der FC muss bald ein dringenderes Bauprojekt auf den Weg bringen: Ein Budget von 50.000 Euro genehmigten die Mitglieder dem Vorstand, um das undichte Flachdach des Vereinsheims mittels eines Schrägdachs aus Blech für das Allgäuer Wetter tauglich zu machen. „Wir werden mit Sicherheit drunter bleiben“ versprach Schwerdtfeger jedoch. Allerdings wird der Großteil der Kosten aus Spenden finanziert werden müssen. Für Stirnrunzeln sorgte eine Unstimmigkeit bei der Abrechnung von Spendenquittungen, die der mittlerweile ausgeschiedenen Schriftführerin ausgestellt wurden. Da die in einer Höhe waren, die der Vorstand mehrheitlich hätte genehmigen müssen, was er nicht getan hatte, drohte die Entlastung des Vorstands zu scheitern. Erst die nachträgliche Genehmigung dieser Ausgaben während der Sitzung sorgte für eine satzungskonforme Buchführung, so dass die Mitglieder mehrheitlich Kassiererin Erika Henne und den Vorstand entlasteten. Sportlich herrscht trotz des missglückten Saisonstarts Zuversicht. Viel Pech sei bei den bisherigen Niederlagen mit dabei gewesen, meinte Schwerdtfeger. Tatsächlich holte die Mannschaft am Wochenende ihren ersten Sieg. Mehr dazu auf Seite 11.

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