Festspielhaus stellt sich den heimischen Hoteliers und Gastronomen vor

Unbelastet in die Zukunft

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Sie wollen das Festspielhaus in eine erfolgreiche Zukunft führen: Intendant Florian Zwick-Zaharia (v.l.), Geschäftsführerin Birgit Karle und Hauptinvestor Manfred Rietzler

Füssen – Hoteliers, Gastronomen und Tourismusfachleute waren vergangene Woche eingeladen, um übers Ludwigs Festspielhaus am Forggensee aus erster Hand informiert zu werden.

Das kam nicht nur bei Wolfgang Sommer gut an. „Ich bin überzeugt, dass es diesmal mit dem Festspielhaus etwas wird“, sagte Sommer. „Hier arbeiten viele gute Leute. Es heißt: Gut Ding braucht Weile.“ Daher sei es gut, dass der Investor einen langen Atem habe. „Unsere Gäste freuen sich auf die kulturelle Vielfalt.“ 

Die gründlich auf Vordermann gebrachte Festspielhausbühne am Westufer des Forggensees teilt sich der König aus dem zweiten „Ludwig-Musical“ im kommenden Sommer mit illustren Figuren der internationalen Varieté-Szene und den aus Sofia angereisten Wagnerianischen Tenören. 

Wie der neue Intendant Florian Zwipf-Zaharia vor den zahlreichen geladenen Gästen aus Hotellerie, Gastronomie und Tourismus in seiner kurzen Programmvorschau betonte, solle nach der Eröffnung des umbenannten Hauses See in Zukunft Vielfalt herrschen. „Ludwigs Festspielhaus präsentiert…“ lautet der neue Slogan, der weit übers Allgäu hinaus gehört werden soll. 

Auf weite Sicht könnte mit dem neuen Programm soviel Geld in die Kasse gespült werden, dass es Hauptinvestor Manfred Rietzler nicht bereuen muss – nach langem Hin und Her – seinen Rettungsanker geworden zu haben. Das neue Festspielhaus-Team wolle „unbelastet in die Zukunft steuern“, betonte Geschäftsführerin Birgit Karle, die den Partnern aus dem Wirtschaftsleben vor Ort die vier Ansprechpartnerinnen aus der Marketing- und Verkaufsabteilung persönlich vorstellte. Karle hatte vor etwa einem Monat Jan D. Leuze als Geschäftsführer abgelöst (der Kreisbote berichtete).

 Dass der „Leuchtturm für unsere Region“ auf den drei Säulen Bühne/Schauspiel, Events und Gastronomie konzeptionell aufbauen soll, könne die Festspielhaus-Crew – auch mit den vielen bekannten Gesichtern darunter – nicht allein zuwege bringen. Zumal die Zielvorgabe von Rietzler heißt: „1000 Menschen pro Tag“ sollten den Weg auf das Festspielhausgelände finden. 

Viel Beifall

Örtliche Wirtschaftsbetriebe sollen mit ins Boot geholt werden, das im Sommer starten und bereits 2018 auf Erfolgskurs sein soll. 

In diesen Kreisen gibt es für die ambitionierten Macher vom „Ludwigs Festspielhaus“ bereits zahlreiche Vorschusslorbeeren. Alexander Nikolaus Mayerhofer erklärt im Namen der von ihm geführten Werbegemeinschaft im Gespräch mit dem Kreisbote: „Hier tut sich etwas, das positiv und zukunftsweisend ist.“ Das Festspielhaus gehöre zur Stadt, so der Vorsitzender der Werbegemeinschaft weiter. 

Der Beifall des Publikums für den während seiner Ansagen meisterhaft mit bis zu fünf Bällen jonglierenden Moderator Dirk Denzer und die zum Ende des Abends gezeigte tolle Seifenblasen-Show von Bellowski dürften durchaus als Indiz dafür herhalten, dass mit dem 1. Königlichen Varietéfestival – neben den Musical- und Opern-Gastspielen – ein Angebot gemacht wird, das für Familien Magnetwirkung haben könnte. Ziel bei den Varietéaufführungen, die im Musicalsaal stattfinden werden, „ist eine 70-prozentige Auslastung“, erklärte Denzer im Namen des Veranstalters auf Nachfrage. 

Musical kehrt zurück 

Rückblick auf das Jahr 2016: Große Skepsis herrschte, als der Stuttgarter Regisseur und Produzent Benjamin Sahler zur Unterstützung der Wiederbelebung des Ludwig-Musicals aufrief. Im Sommer sahen dann nach seinen Angaben annähernd 30.000 Besucher die Vorstellungen. 

Im August sind weitere 21 Aufführungen mit Musicalstars wie Jan Ammann (König), Alexander Kerbst (Dr. Gudden) und Suzan Zeichner (Wiggerls Kindermädchen) geplant (der Kreisbote berichtete). Auch aus diesem Grund herrscht – wie bei der Info-Veranstaltung immer wieder zu hören war – große Vorfreude auf die erste, schnell auf die Beine gestellte Saison des „Ludwigs Festspielhauses“.

Chris Friedrich

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