Großer Andrang bei Veranstaltung

Plansee will mit "Digital Days" Interesse für Digitalisierung wecken

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Die Schülerinnen und Schüler zeigen bei der Abschlusspräsentation, was sie bei den „Plansee Digital Days” alles gelernt haben.

Breitenwang/Reutte – Das Interesse an der digitalen und technischen Welt zu befeuern, war die Intention für die „Plansee Digital Days” in diesem Sommer.

Und der Andrang darauf war groß – bei weit über 100 Bewerbungen musste das Los über die Teilnahme entscheiden. Bei den „Plansee Digital Days” lernen Jungen und Mädchen, ein eigenes 3D-Objekt zu gestalten und zu drucken, Roboter zu programmieren sowie eine eigene App zu entwickeln und bis zu einem klickbaren Prototyp umzusetzen. Die Technische Universität München / Unternehmer TUM hat die „Digital Days” entwickelt und sie bereits in vielen Workshops mit Jugendlichen erprobt. 

Plansee Geschäftsführer Ulrich Lausecker sagte dazu: „Wir haben uns sehr über die zahlreichen Bewerbungen und das damit verbundene Interesse an Digitalisierung und Technik gefreut. Da die Plätze begrenzt waren, musste leider das Los über die Teilnahme entscheiden.” Lausecker kündigte aber an, dass die „Digital Days” auch im kommenden Jahr stattfinden würden. Alle Interessenten, die in diesem Jahr nicht teilnehmen konnten, sind herzlich eingeladen, sich im kommenden Jahr wieder zu bewerben. Die „Digital Days” richten sich an 12- bis 14-Jährige an allen Außerferner Schulen. 

An fünf Stationen präsentierten die Jungen und Mädchen souverän, was sie einer Woche gelernt hatten: Die Programmierung eines Lego-Roboters, die Konstruktion einer pneumatisch und hydraulisch angetriebenen Hebebühne oder die Entwicklung einer App, wobei die Schülerinnen und Schüler auf größtmögliche Benutzerfreundlichkeit geachtet hatten. 

Und dabei blieb viel Zeit zum Ausprobieren: Mit einer sprachgesteuerter Brille manövrierten die Teilnehmer einen (virtuellen) Quadrokopter sicher durch die Luft. Ein T-Shirt mit Codierung gewährte einen Blick ins Körperinnere und auf verschiedenste Körperfunktionen. Und mithilfe einer App ließ sich der Lieblingssportwagen auf dem Pult der Lehrerin von allen Seiten und in allen Ausstattungsvarianten bestaunen. 

Neue Lehrberufe

Ulrich Lausecker sagte bei der Abschlusspräsentation: „Die Digitalisierung verändert nicht nur das private Leben, sondern auch Unternehmen wie Plansee. 

Ob in Vertrieb, Produktion oder Verwaltung – Plansee hat sich mit Haut und Haar dem Thema Digitalisierung verschrieben.“ Die „Digital Days” und die zwei neuen Lehrberufe Applikationsentwickler und Informationstechnologe seien nur zwei Bausteine, um die für den digitalen Wandel notwendigen Fachkräfte langfristig zu entwickeln. Mit Spannung hatten die Gäste die „Kettenreaktion“ erwartet: Die Teilnehmer hatten in stundenlanger Detailarbeit ein mit Sensoren und Kameras vernetztes Riesen-Domino aufgebaut. 

An der einen oder anderen Stelle musste dann zwar nachgeholfen werden, aber letztendlich platzte der rote Luftballon am Ende des Parcours mit einem lauten Knall. Das Ferienprogramm war für alle ausgewählten Teilnehmer kostenlos.

niko

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