Nachbar wehrt sich mit Schreckschusspistole gegen Angreifer

Blutiger Streit unter Afghanen

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Symbolbild: Mit einer Schreckschusspistole wehrt sich der Anwohner gegen die aggressiven Angreifer.

Füssen – „Das war der totale Horror!“ Thomas K. ist am Montag noch immer mitgenommen von dem, was sich am Freitag vor und in seiner Wohnung ereignete. Laut seinen Schilderungen gingen ihn mehrere Afghanen so massiv an, dass er sich nur mit Schüssen aus seiner Schreckschusspistole zu wehren wusste. Jetzt ermittelt die Polizei, was sich am Freitagabend in dem Mehrfamilienhaus zugetragen hat.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler soll es am Freitagabend zunächst zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen eigentlich befreundeten afghanischen Migranten gekommen sein, von denen einer in dem Haus in der Karlstraße wohnt. Dabei zog sich einer der Kontrahenten offenbar eine stark blutende Schnittwunde zu. Wie, ist derzeit noch unklar. 

„Da war überall Blut. Das tropfte von den Wänden“, berichtet K., der durch den Krach auf dem Flur auf den Tumult aufmerksam geworden war. „Ich dachte, da sei einer erstochen worden“, so K. Telefonisch habe er die Polizei alarmiert und mit seinem Handy durch die offene Wohnungstür fotografiert, wie die drei Zuwanderer versuchten, das Blut im Flur aufzuwischen. 

Offenbar zum Ärger der Streithähne, die ihn daraufhin attackiert haben und in seine Wohnung eingedrungen sein sollen. Dabei soll einer der Afghanen auch versucht haben, ihm das Handy abzunehmen. „Die sind bis in meine Küche rein“, berichtet K. 

Die Polizei bestätigt in ihrem Pressebericht, dass ein Anwohner angegriffen worden sei, „sodass dieser sich nur noch mit zwei Schüssen aus seiner legal besessenen Schreckschusspistole zu helfen wusste“. K. erklärt, er sei mit seiner siebenjährigen Tochter alleine in der Wohnung gewesen. Die Kleine habe bei dem Angriff der aggressiven Männer zwei Meter hinter ihm gestanden und alles mitbekommen. „Ich habe dann zwei Mal geschossen, damit die abhauen.“ 

Polizei ermittelt 

Schließlich traf die Polizei mit fünf Streifen vor Ort ein. „Der Sachverhalt wurde aufgenommen, jetzt erfolgen nach und nach die Vernehmungen“, so ein Polizeisprecher auf Nachfrage des Kreisbote. Der genaue Sachverhalt müsse im Zuge dessen ermittelt werden. Er sprach von insgesamt sechs Beteiligten. Nach ersten Einschätzungen der Ermittler stehen gleich mehrere Strafverfahren im Raum. 

Ob davon auch Thomas K. betroffen ist, ist derzeit ebenso noch unklar. Denn zum einen besitzt er die Schreckschusspistole legal. Zum anderen: „In Notwehr darf man die benutzen“, erklärt ein Polizeisprecher. Ob die Schüsse aber tatsächlich Notwehr waren, müssten nun ebenfalls die Ermittlungen klären.

Matthias Matz

Symbolfoto: Philipp Wiatscha/pixelio.de

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