Fallen nicht unter das Veranstaltungsverbot

Blutspenden in der Zeit der Corona-Krise sind ausdrücklich erlaubt

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Symbolbild

Landkreis - Blutspendetermine fallen nicht unter die Ausgangsbeschränkungen beziehungsweise das Veranstaltungsverbot. Darauf weist der Blutspendedienst (BSD) des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) hin. Die Spenden sind sogar ausdrücklich erlaubt. Denn es gibt keine künstliche Alternative zu Blutspenden. Denn ohne sie ist die Versorgung von Kranken und Verletzten nicht gesichert.

Vom Bayerischen Innenministerium werden die fortlaufenden Termine unterstützt und als unbedingt notwendig erachtet: „Klarstellend dürfen wir darauf hinweisen, dass Maßnahmen des Blutspendedienstes des BRK unter keinen Umständen untersagte Veranstaltungen im Sinne der Allgemeinverfügung sind.“ Wie von Lisa Rudolph, Marketing und Kommunikation beim BSD erläutert, unterliegen Blutspendetermine generell äußerst strengen, hygienischen Regularien. Bei der Blutspende bestehe demnach keine erhöhte Ansteckungsgefahr. 

Zum Schutz für die Spender und ehrenamtlichen Helfer werden nun bei den Terminen zusätzlich folgende Maßnahmen umgesetzt: An allen Eingängen der Blutspendelokale werden Plakate mit Checklisten ausgehängt. Die Spender werden aufgefordert, das Spendelokal nur zu betreten, wenn alle Aussagen bestätigt werden können. Rein vorsorglich erfolgt eine Temperaturmessung bei allen Spendern bereits vor der Registrierung. Ziel ist es, Spender mit erhöhter Temperatur zu identifizieren und den Kontakt mit anderen Personen im Terminlokal zu verhindern. Auf allen Terminen gibt es die Möglichkeit zum Händewaschen und es stehen Desinfektionsmittel zur Verfügung. 

Weitere Vorsichtsmaßnahmen

Die Mitarbeiter und ehrenamtlichen Helfer des Blutspendedienstes werden mit sogenannten FFP1-Masken ausgestattet. Blutspender werden gebeten, ihren eigenen, schwarz schreibenden Kugelschreiber mitzubringen und es wird auf die „Entzerrung“ der Warteschlangen und der Einhaltung eines ausreichenden Abstands geachtet. Die Handschuhe der Mitarbeiter werden nach jedem Spender desinfiziert oder gewechselt. Die Spendeliegen werden mit einem Abstand von mindestens einem Meter aufgebaut, die Räumlichkeiten werden regelmäßig gelüftet und die Kontaktflächen auf den Liegen werden regelmäßig desinfiziert. Anstelle des üblichen Imbiss werden Care-Pakete gereicht, um den Aufenthalt der Spender und die Kontaktflächen so kurz wie möglich zu halten. 

Mitarbeiter des Blutspendedienstes mit grippalen oder Erkältungs-Symptomen sowie Mitarbeiter, die sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben, werden nicht eingesetzt.

Wer darf Blut spenden?

Wer gesund und fit ist, kann Blut spenden. Reiserückkehrer aus internationalen Risikogebieten werden für vier Wochen zurückgestellt. Ebenso Spendewillige mit den Symptomen Halskratzen, Schüttelfrost, Husten oder Kurzatmigkeit und jene, die Kontakt zu einem an Coronavirus-Erkrankten hatten. Bei einer Körpertemperatur von 37,5 Grad oder höher wird die jeweilige Person auch nicht zur Spende zugelassen und gleichfalls für vier Wochen zurückgestellt. Wer an dem Virus erkrankte muss zwei Monate nach Ausheilung des Virus bis zur nächsten Blutspende warten.

Termine in Seeg und Schwangau

Die nächsten Blutspendetermine in der Region finden am Montag, 27. April, in der Christoph-von-Schmid Grundschule in Seeg, von 16.30 bis 20.30 Uhr und am Mittwoch, 29. April, im Schlossbrauhaus in Schwangau von 16 Uhr bis 20 Uhr statt. Da es kurzfristig zu Änderungen der Örtlichkeiten oder Terminverschiebungen kommen kann, ist es sinnvoll, kurz vor dem Termin nochmal auf www.blutspendedienst.com/termine zu prüfen, ob und wann die Spende stattfindet. Alle Informationen zur Blutspende in Zeiten des Coronavirus gibt es unter www.blutspendedienst.com/blog/ruhig-blut-blutspende-in-zeiten-des-corona-virus.

kb

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