Blutspenderehrung

„Spende Blut – rette Leben“ – mehr als 240.000 Menschen aus Bayern folgten im vergangenen Jahr diesem Aufruf und spendeten Blut zu-gunsten Kranker und Verletzter. Am Montag, dem 20. Juli 2009, ehrte Christa Prinzessin von Thurn und Taxis, Präsidentin des BRK, rund 120 besonders engagierte Blutspenderinnen und Blutspender mit der Ehrennadel und der Ehrenplakette des Blutspendedienstes des Bayerischen Roten Kreuzes (BSD). Diese Spender und Spenderinnen haben bereits mehr als 75, 100 und 125 Mal ihr Blut gegeben.

Für diesen jahrzehntelangen Einsatz zum Wohl anderer Menschen bedankte sich der Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes im Kornhaus Kempten. „Die Auszeichnung ist ein Dankeschön für Ihre selbstlose Hilfe für Verletzte und Kranke. Sie haben in vielfacher Weise bewiesen, dass Sie Verantwortung übernehmen. Sie machen etwas ganz besonderes, Sie schenken Ihren Mitmenschen einen wichtigen Teil von sich selbst – Ihren Lebenssaft“, sagte die Präsidentin bei der Ehrung. Dr. Franz Weinauer, Vorsitzender der Geschäftsführung des Blutspendedienstes, ergänzte: „Wir sind stolz und glücklich unsere zuverlässigsten Spender und Spenderinnen auszeichnen zu dürfen. Sie sind es, die es dem Blutspendedienst des BRK ermöglichen, über 80 Prozent des Bedarfs an Blutpräparaten in Bayern zu decken.“ „Mit Ihrer regelmäßigen Blutspende sichern Sie darüber hinaus auch den hohen Stand an medizinischer Versorgung in Bayern. Allerdings werden wir genau durch diese verbesserten medizinischen Leistungen und durch den demografischen Wandel in den nächsten Jahren 2 bis 4 Prozent steigenden Blutbedarf bei stabilem Spendeverhalten haben. Dieser Mehrbedarf wird über die Jahre zu einem Mangel an Blutspenden führen“, betonte Dr. Weinauer Redner bei der Ehrung in Ergolding: Dr. Franz Weinauer, Vorsitzender der Geschäftsführung des BRK-Blutspendedienstes Martin Pflaum, Ltd. Regierungsdirektor der Regierung von Schwaben Heinz Möschel, stv. Landrat des Landkreises Oberallgäu Josef Mayr, Zweiter Bürgermeister von Kempten Christa Prinzessin von Thurn und Taxis, Präsidentin des Bayerischen Roten Kreuzes „Regelmäßig und über Jahrzehnte nehmen Sie an den Blutspendeterminen teil und das freiwillig und unentgeltlich. Sie sehen das als Ihre Bürgerpflicht und das verdient höchste Anerkennung“, lobte Christa Prinzessin von Thurn und Taxis in ihrer Rede die rund 120 Spender aus den Landkreisen Oberallgäu, Bad Tölz/Wolfratshausen, Garmisch-Partenkirchen, Günzburg, Landsberg/Lech, Lindau, München (Institut), Neu Ulm, Ostallgäu, Unterallgäu und Weilheim-Schongau. „An mittlerweile rund 5.000 Blutspendeterminen trafen sich die Blutspenderinnen und Blutspender des BSD 2008 in Bayern, um entsprechend dem Rot-Kreuz-Grundsatz 'Menschlichkeit’ ihr gesundes Blut kranken Menschen zur Verfügung zu stellen. Dabei – und in unseren Instituten – wurden insgesamt 533.951 Blutspenden geleistet“, sagte der Geschäftsführer des BSD anlässlich der Ehrung. Martin Pflaum, ltd. Regierungsdirektor der Regierung von Schwaben, sagte: „Blut spenden heißt Leben spenden. Jeder von uns kann durch Krankheit oder Unfall in allergrößte Not kommen und auf das Blut anderer Menschen angewiesen sein.“ „‘Tinte gibt’s im Kaufhaus. Blut nicht‘. So lautet ein Slogan aus der Blutspendekampgne des Deutschen Roten Kreuzes. Dieser Slogan bringt es auf den Punkt. But ist ein ganz besonderer Saft. Und Blut ist durch nichts zu ersetzen. Trotz intensiver Forschung ist es bislang nicht gelungen, Blut künstlich herzustellen. Deshalb ist es gut zu wissen, dass es Menschen gibt wie Sie, die immer wieder bereit sind, selbstlos Blut und damit Leben zu spenden. Für diesen stillen aber unschätzbaren Dienst am Menschen sprechen wir Ihnen heute Anerkennung und Dank aus“, lobte der Regierungsdirektor. „Wir sind daran gewöhnt, alles, was wir brauchen, kaufen zu können. Aber das Blut, das zum Beispiel ein schwer verletztes Kind braucht, kann man nicht einfach kaufen. Blut lässt sich nicht künstlich herstellen. Blut ist etwas Einmaliges, kostbarer als alle Schätze der Welt“, sagte Heinz Möschel, stv. Landrat des Landkreises Oberallgäu, und ergänzte: „Große Blutverluste kann unser Körper nicht selbst bewältigen, dann kann nur Blut von einem anderen Mensch helfen. Sie als Blutspender sind deshalb aus meiner Sicht Lebensretter – Lebensretter der stillen Art.“ Josef Mayr, Zweiter Bürgermeister von Kempten, schloss sich seinen Vorrednern an: „Wenn wir gute Wünsche für Mitmenschen aussprechen, dann ist Gesundheit immer dabei. Und wenn Mitmenschen Blut brauchen, dann ist gerade die Gesundheit in der Regel gefährdet. Und da hat Albert Schweitzer Recht, wenn er sagt, ‚Es kommt im Leben vor allem auf die Helfer an‘. Es kommt gerade auf Sie an. Oder man könnte mit dem großen Kirchenlehrer Augustinus formulieren: Jeder leiste von dem was er hat: Der eine hat Geld – er gebe den Bedürftigen. Der andere ist Weise – er sei dem Nächsten ein guter Ratgeber. Viele aber können helfen oder ihre Zeit schenken – das könnte fast jeder. Schwerlich lässt sich jemand finden, der nichts hat, wo er anderen helfen könnte.“ Besonderer Dank seitens aller Redner galt auch den rund 20.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern des BRK. „Mit mehr als 270.000 ehrenamtlichen Einsatzstunden unterstützten Sie die Teams des mobilen Blutspendedienstes des BSD bei ihren rund 5.000 Blutspendeterminen im Jahr 2008. Ohne Sie könnten die vielen Blutspendetermine in Bayern in dieser Form nicht stattfinden“, bedankte sich Dr. Weinauer bei den Rotkreuzlern.

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