Vorerst keine Änderung

Busparkplätze in Füssen: Entscheidung um Belag abwarten

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Trotz Hinweisschilder parken viele Fahrer ihre Busse rückwärts an der Morisse ein. Ihre Abgase werden dabei direkt auf die Spielanlage der Boul Freunde Füssen (links hinten) geblasen.

Füssen – Eigentlich sollten die Busse an der Morisse bald an einer anderen Stelle stehen. „Wir wollen weg von den sensiblen Bereichen“, erklärte Helmut Schauer, Leiter der Stadtwerke Füssen.

Denn dort, wo sie jetzt parken, gibt es immer wieder Probleme mit den „Boule Freunden Füssen“, die nebenan ihre Spielanlage haben. 

Achten die Busfahrer nicht auf die Schilder, die sie zum vorwärts Einparken auffordern, blasen die Busse ihre Abgase direkt aufs Spielfeld der „Boule Freunde“. Und das kann auch mal länger dauern, wenn die Fahrer während der Wartezeiten die Klimaanlage laufen lassen. Für die Bouler sei das „verständlicherweise störend“, so Schauer.

Deshalb habe man sich zusammengesetzt, um Lösungen zu erarbeiten. Das Ergebnis: Die Stadtwerke beauftragte den Parkplatzbetreiber Apcoa, einen neuen Platz für die Busse auf der Morisse zu finden. Kosten seien der Stadt dadurch nicht entstanden, so Schauer. Herausgekommen seien verschiedene Lösungsmöglichkeiten, nach denen die Busse „eher mittig“ auf dem Platz angeordnet werden sollen, weg von den sensiblen Bereich, sprich Wohnhäuser, Bouleplatz und den Wochenmarkt. „Wir wollen das umsetzen“, so Schauer. 

Als sich die Stadt jedoch im Frühjahr ihre Grünanlagen näher angeschaut hat, um ihrer Verkehrssicherheitspflicht nachzukommen, habe sich herausgestellt, dass „der Platz nicht der Beste ist“, erklärte der Leiter der Stadtwerke. Über die Jahre haben sich dort größere Schlaglöcher gebildet. Es mache keinen Sinn, jetzt neue Busparkplätze anzulegen, wenn in ein bis drei Jahren der Parkplatz saniert werden müsse. „Das ist der Grund, warum die Busse immer noch dahinten parken.“ Als Zwischenlösung habe der Bauhof deshalb Pfeile aufgemalt. „Mehr können wir aktuell nicht tun.“ 

Jetzt müsse sich der Stadtrat Gedanken machen, ob er eine neue Spritzdecke für die Morisse wolle, die die „Herz-Lungen-Maschine für die Parkierungsanlagen“ sei. Denn diese kostet mit „allem drum und dran“ ca. 40.000 Euro, schätzt Werkleiter Schauer. Im Vorfeld müsse zudem geprüft werden, wie das Ganze finanziert werden könne.

kk

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