Brandschutz im Füssener Haus Hopfensee muss saniert werden

Das Haus Hopfensee wird zur Baustelle

Haus Hopfensee in Hopfen am See
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Der Brandschutz im Haus Hopfensee muss erneuert werden. Darüber hinaus geht die Verwaltung von weiteren Sanierungsmaßnahmen in den kommenden Jahren aus.

 Füssen – Immer offensichtlicher wird, dass es bei den städtischen Immobilien einen nicht unerhebliche Sanierungsstau gibt: Neben dem Alten Landratsamt muss auch das Haus Hopfensee saniert werden. Genauer: Brandschutzmängel an der Lüftungsanlage sowie die Heizungen und Sanitäranlagen müssen behoben werden. Der Stadtrat beauftragte die Verwaltung jetzt, die erforderlichen Maßnahmen in die Wege zu leiten. Doch dabei wird es voraussichtlich nicht bleiben, wie Bürgermeister Maximilian Eichstetter (CSU) klar machte. Er gehe davon aus, dass auch in den kommenden Jahren Geld in die Instandhaltung des Hauses gesteckt werden muss.

Die Tatsache, dass die Lüftung im Haus Hopfensee repariert werden muss, ist nicht ganz neu: bereits kurz vor Weihnachten hatte Eichstetter angekündigt, dass in der städtischen Immobilie insgesamt sieben Brandschutzklappen ausgetauscht werden müssen. Diese seien seit etwa 20 Jahren nicht mehr kontrolliert worden. Das Problem: da seinerzeit asbesthaltiges Material verbaut wurde, müssen aufwändige Schutzmaßnahmen getroffen werden. Unter anderem muss außerdem eine komplette Wand geöffnet und der hintere Bereich der Bühne im Veranstaltungssaal abgebaut werden, um überhaupt an die Klappen heran zu kommen. Die neue Decke im Kegelraum müsse auch schon wieder runter, erläuterte Eichstetter. „Ein Riesenaufwand“, stöhnte der Rathauschef seinerzeit.

Oberste Priorität bei den Arbeiten hat der Austausch der Branschutzklappen, wie Eichstetter vergangene Woche in der ersten Sitzung des Stadtrats im neuen Jahr deutlich machte. Demnach müssen im Veranstaltungsaal und in der Lüftungszentrale im Untergeschoss jeweils zwei Klappen ausgetauscht werden. Drei weitere befinden sich im Getränkelager und bei der Theke im Untergeschoss und müssen ebenfalls raus. Kosten wird der Austausch die Stadt voraussichtlich rund 75.000 Euro.

Neue Ventilatoren

Darüber hinaus muss die Brandschutzdecke im Bereich der „Schützenstube“ überprüft werden, da diese nicht mehr den aktuellen Brandschutzanforderungen entspreche. Außerdem soll der Bereich für die Vereine ein separates Lüftungsgerät erhalten. Dazu kommen moderne Ventilatoren. Unterm Strich kommen so weitere rund 45.000 Euro zusammen.

In einem zweiten Schritt soll der Bereich Heizung und Sanitär modernisiert werden. So ist unter anderem geplant, die alten Heizungspumpen am Geizverteiler genauso auszutauschen wie die Steuerung für den Boiler. Außerdem soll eine Wärmemengenzähler installiert und das geplante Behinderten-WC mit einem Wickelbereich ausgestattet werden. Die Kosten für diese Maßnahmen schätzt das Bauamt auf etwa 30.000 Euro.

Ebenfalls ausgetauscht werden muss die Beleuchtung in Restaurant und Saal, die im Zuge dessen auf moderne LED-Technik umgerüstet werden soll, was etwa weitere 100.000 Euro kosten wird. Allerdings soll dies auf Bitte der Stadträte Andreas Eggensberger (CSU) und Christine Fröhlich (FWF) Schritt für Schritt und auch nicht sofort erfolgen.

Eichstetter machte jedoch klar, dass es bei den jetzt vorgestellten Arbeiten und Kosten wohl nicht bleiben wird. Er gehe davon aus, dass weitere Brandschutzmaßnahmen auf die Stadt zukommen werden. Die Verwaltung werde wohl nicht herum kommen, künftig jährlich etwa 40.000 Euro in das Gebäude zu stecken.

mm

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