Brandschutz im Kindergarten St. Gabriel entspricht teilweise nicht den Vorgaben

Teure Nachbesserungen im Kindergarten

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Der Brandschutz im Kindergarten St. Gabriel entspricht teilweise nicht den Vorgaben.

Füssen – Eigentlich soll der Kindergarten St. Gabriel in Füssen-West in den kommenden Jahren abgerissen und neu gebaut werden. Doch vorher wird die Stadt womöglich noch über 80.000 Euro in die Nachrüstung von fehlenden Brandschutzmaßnahmen des Gebäudes stecken müssen. 

Nach Informationen unserer Zeitung soll wegen Brandschutzmängeln die Nutzung mindestens eines Raumes bereits vom Landratsamt untersagt worden sein. Dabei soll es sich um den sogenannten Bewegungsraum der Kinder für Gymnastik und Turnen im Keller handeln. Bei einer Ortsbesichtigung mit Vertretern des Landratsamtes wegen eines Antrags auf Nutzungsänderung sollen die Behördenvertreter Anfang April festgestellt haben, dass der Raum über keinen zweiten Rettungsweg im Brandfall verfügt. 

Kreisbehörde untersagt Nutzung

Die Kreisbehörde soll daraufhin das weitere Nutzen des Raums untersagt haben. Besonders brisant: Die Nutzung des Kellerraums für Sport und Gymnastik soll in der Vergangenheit nie beantragt und genehmigt worden sein. Auch in einem Gruppenraum im Erdgeschoss sollen die Brandschutzmaßnahmen nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprechen und müssen nun wohl nachgebessert werden. 

Elke Sontheimer vom zuständigen Katholischen Dekanat in Marktoberdorf wollte sich auf Anfrage desKreisbote dazu nicht äußern und verwies darauf, dass das Thema in der jüngsten Sitzung des Stadtrates hinter verschlossenen Türen behandelt worden sei. Sie sagte lediglich: „Wir tun alles, um die Sache in den Griff zu bekommen.“ 

Auch Bürgermeister Paul Iacob (SPD) hielt sich auf Nachfrage bedeckt und teilte lediglich mit: „Es muss für eine Gruppe der Brandschutz eingerichtet werden. Dies bedeutet Planung und Installieren sowie Einbauten.“ 

Hohe Kosten für die Stadt?

Für die Stadt könnte das jedoch mit hohen Kosten verbunden sein. In der nichtöffentlichen Sitzung des Stadtrates soll dem Vernehmen nach von Kosten in Höhe von etwa 125.000 Euro die Rede gewesen sein, um den baurechtlich zulässigen Betrieb des Kindergartens zu ermöglichen. Über 80.000 Euro davon könnten an der Stadt hängen bleiben. 

Darüber hinaus stellt sich noch eine weitere Frage: Wohin mit den Kindern während der Bauarbeiten? Iacob soll sich von den Stadträten vier Wochen Zeit erbeten haben, um nach Lösungen bzw. Ersatzräume zu suchen. In der nächsten Sitzung soll das Thema dann noch einmal auf den Tisch kommen.

Matthias Matz

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