Tourismus: Kienberg bleibt unangetastet

Der nächste Schritt

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Bürgermeisterin Michaela Waldmann verabschiedet den Füssener Forstamtleiter Robert Berkthold.

Pfronten – Das neue Tourismuskonzept der Gemeinde hat vergangene Woche eine weitere Hürde genommen: Die Freisinger Expertin Monika Arzberger stellte im Gemeinderat ein Gutachten vor, das sich mit dem Interessenausgleich aller beteiligten Parteien beschäftigte.

Ziel des Gutachtens war es laut Arzberger, bereits vor dem neuen Tourismuskonzept eine Einigung zwischen Jägern, Waldbesitzern und Naturschutz zu erzielen. Dies sei in perfekter Weise gelungen, so Arzberger, Geschäftsführerin der Freisinger Koinè GmbH. 

Erstmals konnten in zwei Workshops alle Beteiligten an einen Tisch gebracht werden und ein für alle akzeptables Ergebnis erarbeiten werden, berichtete sie den Gemeinderäten. Dies sei Voraussetzung für das neue Tourismuskonzept gewesen, betonte Bürgermeisterin Michaela Waldmann.

 Denn das neue Konzept könne nur erfolgreich umgesetzt werden, wenn alle Beteiligten und Betroffenen hinter dem Konzept stünden. Das Gutachten legt unter anderem fest, dass der gesamte Kienberg auch in Zukunft nicht touristisch erschlossen werden wird. Hier soll die Natur sich selbst überlassen bleiben und ein Rückzugsgebiet für Wildtiere entstehen. Jäger erarbeiten Konzept Ebenso wird auf die touristische Erschließung des Südhangs des Falkensteins verzichtet. 

Eine touristische Erschließung soll hauptsächlich am Breitenberg erfolgen. Seitens der Jägerschaft werde außerdem ein Konzept für Pfronten erarbeitet, das den Interessenskonflikt zwischen Jagd und Tourismus besonders berücksichtige. Die Teilnehmer der beiden Workshops, darunter auch Gemeinderäte, hoben den respektvollen Umgang während der Sitzungen hervor.

 „Ein so gutes Miteinander sonst eher verstrittener Parteien ist schon außergewöhnlich. Hier hat man gemerkt, wie wichtig allen eine Lösung war“, sagte beispielsweise Alois Heer von der CSU. Gleichzeitig mit Vorstellung des Gutachtens erfolgte die offizielle Verabschiedung des Leiters des Forstamts Füssen, Robert Berkthold, durch Bürgermeisterin Waldmann. Berkthold wird im Juli 2017 nach 26 Dienstjahren in Füssen in den Ruhestand gehen. Waldmann bedankte sich bei Ihm für die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde und wünschte ihm alles Gute für die Zukunft.

rf

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