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Kritik an Baumfällungen

Füssener Baumfreunde sind empört über Kahlschlag in Weißensee

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Dieses Bild bietet sich dem Betrachter nach der Fällung der mächtigen Bäume.

Füssen – Große Empörung bei den Füssener Baumfreunden, die sich für den Erhalt der alten Kastanien an der Kirche St. Walburga in Weißensee eingesetzt haben.

Noch bevor ein von beiden Seiten gewünschtes Gespräch stattgefunden hat, haben Kettensägen vollendete Tatsachen geschaffen. Nach eigenen Angaben tief betroffen stellen die Naturschützer fest: „100 Jahre hat es gedauert, bis die Bäume so aussahen – kein heute lebender Mensch wird den Zugang zur Kirche noch einmal so erleben.“

Die alten Kastanien vor der Kirche St. Walburga gehörten lange zum Erscheinungsbild der Kirche.

Die Füssener Baumfreunde wollen deshalb jetzt wissen, ob überhaupt ein Sachverständigen-Gutachten vorgelegen hat, das die Fällungen rechtfertigt. Denn eine Kastanie werde durchschnittlich 300 Jahre alt, heißt es in einer Pressemitteilung. Bei den jetzt gefällten Bäumen habe es sich somit um „junge Erwachsene“ gehandelt. „Bei diesem Alter ist es schwer vorstellbar, dass zum Schutz von Personen Pflegemaßnahmen nicht ausreichen“, argumentieren die Baumfreunde. Auch ein Brief an den Augsburger Bischof Zdarsa (der Kreisbote berichtete) mit 80 Unterschriften – unter ihnen viele Gemeindemitglieder – konnte die Fällaktion nicht mehr abwenden. 

Was, so die Frage der Baumfreunde, würde wohl Papst Franziskus zu den Fällungen sagen, der in seiner Enzyklika schreibt: Es müssten alle Alternativen bedacht werden, „wenn ein Projekt eine bedeutende Veränderung der Landschaft, des Lebensraums geschützter Arten oder eines öffentlichen Raums verursachen kann.“ „Das sollte doch ganz besonders für kirchliche Grundstücke gelten“, heißt es dazu in der Pressemitteilung der Füssener Naturschützer. 

Auch in den sozialen Netzwerken wie Facebook sorgt das Fällen der Bäume für hitzige Diskussionen. Viele Nutzer äußern dort ihre Empörung und Trauer über den ihrer Ansicht nach unnötigen Kahlschlag.

kb

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