Beim "Hoigarte" der CSU wird der laxe Umgang mit Altstadt-Satzung kritisiert

Unzufriedenheit in der Füssener Altstadt

+
Diskussionsfreudig: So zeigen sich die Besucher des jüngsten „Hoigarte“ der CSU, der am Dienstagabend im „Hotel Hirsch“ stattfand.

Füssen – Deutliche Kritik an Bürgermeister Paul Iacob (SPD) und seiner Verwaltung wurde am Dienstagabend beim „Altstadt-Hoigarte“ der Füssener CSU laut. Ein weiteres Thema, das den Bewohnern der Altstadt unter den Nägeln brennt: das Fehlen eines Verkehrskonzepts.

Im Laufe der gut zwei Stunden langen Versammlung im „Hotel Hirsch“ entspann sich eine teilweise ziemlich rege Diskussion zwischen den Gästen und verschiedenen Füssener CSU-Mandatsträgern. Zuvor hatte CSU-Ortsvorsitzender Peter Hartung die ungefähr 20 Anwesenden mit den Worten „jeder Hinweis ist uns wichtig“ aufgefordert, mit den Stadträten und Vorstandsmitgliedern zu debattieren. 

Mehreren „Hoigarte“-Besuchern gab dabei einmal mehr Bürgermeister Iacob und die von ihm geleitete Stadtverwaltung Anlass zu Kritik. So wurde dem Rathauschef von verschiedenen Seiten vorgeworfen, zu viele Ausnahmen von der Altstadt-Satzung zu gestatten. Hartung kritisierte beispielsweise, dass von der Stadt „immer wieder neue Verordnungen erlassen“ würden, während man sich um die alten Satzungen beziehungsweise deren konsequente Durchsetzung häufig nicht kümmere. 

In Anwesenheit von Füssens zweitem Bürgermeisters Niko Schulte sagte dazu auch CSU-Stadtrat Michael Schmück, dass die Verwaltung „nicht immer die ihr obliegenden Aufgaben“ erledige. 

Im Hinblick auf den Verkehr in der Füssener Innenstadt wurde weitere Kritik an diesem Abend laut. Nicht nur Hotelier Frieder Hanauer vom Hotel „Sonne“ äußerte seinen Unmut darüber, dass es in der Lechstadt nach wie vor kein langfristiges Verkehrskonzept gebe. Hartung pflichtete ihm in diesem Punkt bei und versicherte, dass für die Füssener Christsozialen im Vordergrund stehe, die Mobilität zu organisieren. „Wir brauchen ein Verkehrskonzept für die Zukunft!“, betonte der Stadtrat aus Hopfen. 

Nach weiteren kritischen Anmerkungen über den Massentourismus in der Stadt und dessen Auswirkungen, beispielsweise von Kasimir Schmutz, versprach Hartung gegen Ende der Versammlung, sich mit den Füssener Christsozialen dafür einzusetzen, dass in Füssen eines Tages allgemein „klare und transparente Strukturen“ existierten werden.

lex

Auch interessant

Meistgelesen

Polizei stellt bei Syrern mehrere gefälschte Führerscheine sicher
Polizei stellt bei Syrern mehrere gefälschte Führerscheine sicher
Wohnen in Füssen wird wohl teurer
Wohnen in Füssen wird wohl teurer
Schleierfahnder stellen neun Kilo Kokain auf der A7 bei Nesselwang sicher
Schleierfahnder stellen neun Kilo Kokain auf der A7 bei Nesselwang sicher
Füssener Bürgermeister-Kandidat Eichstetter: "Ich bin der Mann im Vordergrund"
Füssener Bürgermeister-Kandidat Eichstetter: "Ich bin der Mann im Vordergrund"

Kommentare