Alpspitzbahn-Chef stellt "Red-Bull-Park" im Gemeinderat vor

Keine Neubauten

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Mit schwerem Gerät wird derzeit an der Nesselwanger Alpspitzbahn die Erde bewegt. Die Arbeiten sind nötig für den geplanten „Red-Bull-Park“.

Nesselwang – Einen Sachstandsbericht zum geplanten „Red-Bull-Park“ gab Ralf Speck, Geschäftsführer der Alpspitzbahn, vergangene Woche im Gemeinderat ab. Verschiedene Presseberichte hatten nach Auskunft mehrerer Ratsmitglieder bei der Bevölkerung für Verwirrung gesorgt.

„Es werden lediglich Erdbewegungen durchgeführt. Es sind keine weiteren Baumaßnahmen geplant“, so Ralf Speck in der Sitzung. Auch er hatte unter anderem vom Landratsamt verschiedene Anfragen bezugnehmend auf die Presseberichte erhalten. 

Der geplante „Red-Bull-Park“ besteht aus mobilen Elementen mit Höhen zwischen 80 Zentimetern und zwei Metern, die in den Schnee gestellt werden und am Ende der Skisaison wieder abgebaut werden. Der „Red-Bull-Park“ in Nesselwang ist der erste Themenpark in Europa des österreichischen Getränkeherstellers, umgesetzt wird er von der Firma Schneestern. 

Der Hersteller des bekannten Energy-Drinks investiert für drei Jahre in den Park. Der erste Kontakt zu Red Bull kam im Rahmen der Deutschen Zipfelbob-Meisterschaft 2010 zustande, berichtete Speck. Die Alpspitzbahn habe mit den drei Parks – Kids-Park, Wood-Park und dem geplanten Red-Bull-Park –, die seit 2008 entstehen, ein Alleinstellungsmerkmal in Deutschland, so Speck weiter. „Die derzeitigen Erdbewegungen fallen dezenter aus, als die bei den schon bestehenden beiden“, betonte er. „Wir sparen uns dadurch immens viel Schnee. Und Kosten. Ein Kubikmeter Schnee aus den Schneekanonen kommt auf drei Euro. Und oberste Priorität hat die Hauptabfahrt.“ Erst wenn diese gut sei, komme der Rest. „Der Park wächst mit der Schneemenge. Es steht nicht alles von Anfang an“, so der Geschäftsführer weiter. 

Wie Ralf Speck außerdem betonte, ist der Park für jeden etwas, nicht nur für die Cracks. Die am meisten frequentierten Bereiche seien die der Anfänger. Hier finden sich die ein, die sich zum ersten Mal auf Obstacles und Rails wagen, bis hin zu den Profis, die sich neue Tricks aneignen und ausprobieren wollen. Auch vom jungen Anfänger bis hin zum älteren Semester seien alle Altersklassen vertreten. Auf Bedenken der Ratsmitglieder in Bezug auf die geplanten Veranstaltungen und die daraus zu erwartende Lärmbelastung für den Ort und die Nesselwanger ging Ralf Speck ebenfalls ein. Die Events sind bis 21 Uhr – dem offiziellen Ende der Flutlichtfahrten – begrenzt, versicherte er. 

Ratsmitglied Christian Lotter lobte das Konzept des Parks, kritisierte aber das fehlende Verkehrskonzept am Berg – auch in Bezug auf den zu erwartenden Mehrandrang an Besuchern und Wintersportbegeisterten bei den geplanten Veranstaltungen. So seien im Ortsbereich und an der einzigen Zufahrt zum Skigebiet an der Alpspitze bereits in der Vergangenheit teilweise chaotische Verkehrsverhältnisse zu beobachten gewesen.

hoe

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