Strandbad erhitzt weiter die Gemüter

Weißenseer wollen mit einem Bürgerentscheid den Kiosk retten – Iacob spricht Klartext

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Die Weißenseer wollen mit einem Bürgerentscheid ihren Kiosk retten. Bürgermeister Paul Iacob hat dafür wenig Verständnis.

Füssen - Bürgermeister Paul Iacob (SPD) hat auf die hoch kochenden Emotionen in Weißensee und das angekündigte Bürgerbegehren raegiert. 

Wegen der hohen Wellen, die das Thema Strandbad Weißensee derzeit in dem Ortsteil schlägt, sah sich Bürgermeister Paul Iacob veranlasst, am Donnerstag im Rahmen eines Pressegesprächs noch einmal einige Dinge aus seiner Sicht klar zu stellen. „Denn da wird Stimmung gemacht“, sagte er. So soll ein Weißenseer Hotelier eigenhändig die vom Bauhof abgesteckte Markierungen, die den Größe des geplanten Bistrogebäudes veranschaulichen sollten, kurz vor einer Ortsbesichtigung verändert haben. „Das sind Methoden, die ich so noch nicht erlebt habe!“ 

Sowohl Iacob als auch Bauamtsleiter Armin Angeringer betonten mehrfach, dass es zu einem Neubau keine Alternative gebe, solle die mit Füssen Tourismus und Marketing (FTM) seit Jahren angestrebte Qualitätsoffensive auch tatsächlich umgesetzt werden. „Es ging immer um eine qualitative Aufwertung!“ Auch die Weißenseer hätten immer wieder eine Verbesserung der Situation gefordert. Nachdem verschiedene Ideen im Laufe der Jahre nicht hätten umgesetzt werden können – unter anderem die Sanierung des Strandbades durch die Mittel aus dem ursprünglich geplanten Verkauf des alten Gemeindehauses – ,hätten sich die Beteiligten darauf verständigt, Neubau und Betrieb des Kiosk durch einen Investor vornehmen zu lassen. 

Qualität im Vordergrund

 „Ziel war eine qualitative Verbesserung und Nachhaltigkeit“, ergänzte Bauamtsleiter Angeringer. Das sei mit den bestehenden Gebäuden aber nicht zu machen. „Die Bestandssituation schränkt die Möglichkeiten sehr ein.“ Das Landratsamt habe unmissverständlich klar gemacht, dass aus naturschutzrechtlichen Gründen nur noch Reparaturen an den bestehenden Gebäuden möglich seien, aber kein Neubau an gleicher Stelle. 

Entschieden wies Iacob auch das Gerücht zurück, dass durch den neuen Betreiber vor allem der Massentourismus in den kleinen Ortsteil gelockt werden soll. „Es wird keine Massenabfertigung von asiatischen Touristen geben!“, stellte der Bürgermeister klar.

Darüber hinaus widersprach er dem Vorwurf, die Vereine seien nicht über den neuen Kioskstandort informiert worden. „Wir haben den neuen Standort immer kommuniziert!“ Ohnehin sei das Strandbad nicht Eigentum der Weißenseer Vereine, sondern eine städtische Liegenschaft, die alle Füssener mit ihren Steuern finanzieren würden. 

Hohe Kosten

Die finanzielle Seite gelte es auch bei einem möglichen Bürgerentscheid zu bedenken. „Den Bürgern muss klar sein: Das kostet 30.000 bis 50.000 Euro“, sagte er. „Das ist ein ganzer Spielplatz.“ Dazu komme noch das Geld, das in das bisherige Verfahren geflossen sei. „Ich hoffe und wünsche mir von den Füssenern, dass sie sehen: Nur mit Qualität kommen wir nach vorne.“

Einen ausführlichen Artikel zum Thema Strandbad Weißensee lesen Sie in der Samstagausgabe des Kreisbote.

mm 

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