Alle Zahlen zeigen in die richtige Richtung

Schulden so niedrig wie noch nie

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Halblechs Bürgermeister Johann Gschwill bei seinem Rechenschaftsbericht. Dieser handelte vom Tourismus, über die Trinkwasserversorgung bis zum Schuldenstand.

Trauchgau – Die Gemeinde Hablech steht finanziell gut da. Das erklärte jetzt Bürgermeister Johann Gschwill während der Bürgerversammlung im Landgasthof „Zum Herz“ in Trauchgau.

So ist es der Gemeinde gelungen, in den vergangenen sechs Jahren in Verschuldung kontinuierlich abzubauen. Daneben blickte der Rathauschef in seinem 90-minütigen Bericht unter anderem auf den Tourismus, anstehende Bauarbeiten und die Trinkwasserversorgung. 

Dank der vielen Betriebe vor Ort schauen die Finanzen der Gemeinde Halblech gut aus. So liegen die Einnahmen durch die Gewerbesteuer mit 1,96 Millionen Euro 2018 nur knapp unter dem Höchststand von 2015 (rund zwei Millionen Euro). Und auch bei ihrem Einkommenssteueranteil (rund 1,8 Millionen Euro) verzeichnet die Gemeinde 2018 einen neuen Höchststand. Das Ergebnis: Halblech baut weiter Schulden ab. Zum Ende des vergangenen Jahres betrugen sie noch 396.810 Euro. Das bedeutet eine Pro-Kopf-Verschuldung von 114 Euro. 

Daneben muss die Gemeinde aber auch investieren. Ihre Ausgaben verteilten sich unter anderem auf ein neues Fahrzeug für den Bauhof sowie ein Salzsilo für den Winterdienst. Außerdem renovierte sie die Sanitärräume im Freibad, investierte in den Brand- und Arbeitsschutz im Kindergarten sowie den Breitbandausbau und investierte in die Erschließung des Gewerbegebietes Buching Nord. Die maroden Fahrbahnen in der Walter-Böttcher-Straße sowie in der Siedlung werden nun auf drei Abschnitte aufgeteilt, da für die Gemeinde noch nicht klar ist, wie der Freistaat Bayern die Kommunen für den Wegfall der Straßenausbaubeiträge ausgleichen will, erklärte der Rathauschef. Die Aufteilung habe aber auch für die Anlieger Vorteile, da für die Sanierung dann nicht der komplette Straßenbereich gesperrt werde.

Damit die Trinkwasserversorgung in den kommenden Jahren gesichert ist, wird eine neue Oberflächenabdichtung verlegt. Lange war nicht klar, was im Jahr 2017 die Keime im Trinkwasser verursacht hatte. Inzwischen stehe fest, dass eine durchlässige Erdschicht zur Verunreinigung des Wassers geführt hatte, so Gschwill. Deshalb war der Brunnen am Rohrbach bisher nicht am Netz angeschlossen. Für dieses Vorhaben hat die Gemeinde 60.000 Euro veranschlagt. Die Arbeiten die bereits begonnen haben, sollen in etwa drei Wochen abgeschlossen sein, meinte der Rathauschef. Danach hofft die Gemeinde, dass sie in den kommenden 50 Jahre wieder sauberes Wasser hat. 

Mehr Gäste kommen

Im Tourismus verzeichnete die Gemeinde im vergangenen Jahr ein Plus. Die Zahl der Gästeankünfte hat sich in den vergangenen zehn Jahren von 15.000 auf über 47.000 erhöht, obwohl die Gasthöfe Geiselstein und Herz erst seit Juli 2018 ihre Zimmer vermieten, sagte Gschwill. Ein Großteil der Übernachtungen machen Klinikpatienten aus. Im Vergleich zu 2017 nahmen im vergangenen Jahr die Gästeankünfte um 13,8 Prozent (ohne Klinik). Im Allgemeinen gehe der Trend zu Kurzaufenthalten, fügte der Rathauschef hinzu. Trotz Staudammsanierung blieb die Zahl der Übernachtungen zum Vorjahr konstant. 

Der Abriss des Gasthofs Adler in Halblech soll bereits nach Ostern erfolgen, informierte Gschwill. Die Gemeinde überlegt derzeit mit dem Eigentümer, der Regens-Wagner-Stiftung, was mit dem Areal geschehen könnte. Die Stiftung hält Angebote und Dienstleistungen für Menschen mit Behinderung bereit. Denkbar wäre eine Ergänzung zu Rottenbuch, wo bereits eine Einrichtung dieser Art besteht, so der Rathauschef. Im Ausblick für dieses Jahr steht unter anderem der Straßenbelag der B17 zwischen Trauchgau und Steingaden sowie die OAL 1 Höhe Pfefferbichl und der Breitbandausbau.

ms

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