Abschlag mit goldenem Ball

Mit dem ersten Abschlag eröffnet Lechbrucks Bürgermeister Helmut Angl den neuen Adventure-Minigolfplatz, der in der Nähe des Rathauses liegt. Foto: Sommer

Lechbruck – Mit einem goldenen Minigolfball hat Lechbrucks Bürgermeister Helmut Angl den ersten Abschlag auf dem neuen Flößergolfplatz vorgenommen. Seit vergangenem Wochenende dürfen Interessierte auf dem Adventure-Minigolfplatz nahe des Rathauses spielen.

Am 19. Juli um 16.05 Uhr war es vorbei. Nach knapp zwei Monaten Bauzeit ließen die Bauarbeiter den „Hammer fallen“, der neue 18-Loch-Minigolfplatz, der Flößergolf, wie Helmut Angl meinte, war fertig. Damit ist eines der Projekte, das seinerzeit vor fünf Jahren bei der Klausurtagung ins Auge gefasst worden war, nun umgesetzt. 

Naturschutz spricht gegen Bootshafen 

Der alte Minigolfplatz, erinnerte Helmut Angl in seiner Rede, sei dem Hochwasserschutz zum Opfer gefallen. Dort, wo heute der Nepomuk steht und sich der Lechweg schlängelt, gab es bis vor einigen Jahren einen Minigolfplatz für Gäste. Kurz nach der Klausur hat die Planungen für einen neuen, herkömmlichen Minigolfplatz begonnen. Den angedachten Standort, am Bootshafen, wo man problemlos den Boots- und Radverleih hätte mit unter ein Dach bringen können, habe der Naturschutz jedoch abgelehnt, resümierte der Bürgermeister. Dann aber sei man auf die Citygolf Europe SE in Schweden gestoßen, genauer gesagt war es der Hauptamtsleiter Michael Köpf, der den Platz in Sirmione entdeckt hatte. 

Anregung am Gardasee geholt 

Woraufhin sich die Gemeinderäte, auf eigene Kosten, betonte Angl, ins Auto gesetzt hätten und ans Südende des Gardasees gefahren waren. „Das wollen wir auch“, habe der Beschluss gelautet, so Angl, den der Gemeinderat dann im September vergangenen Jahres einstimmig gefasst hatte. Konkret war der Plan, einen 18-Loch Adventure Minigolfplatz auf dem Areal vor der Eishalle im Herzen des Ortes, zu bauen. Die 68 Prozent Zustimmung der Lechbrucker beim Bürgerentscheid deutete Angl als deutliches Signal der Bürger, den Platz zu bauen. Und ein Zeichen an den Gemeinderat, dass man dem Gremium vertraue, etwas „G’scheites zu bauen“. 

So begannen schließlich die Bauarbeiten, von morgens bis abends hätten die Arbeiter gewerkelt. „Ich hab selten so fleißige Leut‘ gesehen“, lobte Angl. Sogar am Sonntag wäre weitergebaut worden, ergänzte Michael Köpf, hätte man sie nicht gebremst. Und so entstanden zwischen dem 19. Mai und dem 19. Juli die 18 Bahnen mit ihren diversen Bauwerken und Sehenswürdigkeiten. Dafür verbauten die Arbeiter insgesamt 653 Tonnen Siebkies, mehr als 70 Tonnen Splitt und verwendeten nochmals soviel Waschsand und siebten 49 Tonnen Humus. Außerdem wurden 432 Quadratmeter Pflaster verlegt und 1100 Quadratmeter Kunstrasen. 

Entstanden ist der so genannte Flößergolf, 18 Bahnen mit lokalen Bauwerken wie den beiden Königsschlössern, der Tegelbergbahn und vor allem Elementen aus dem Flößerdorf. So steht an einer Stelle der Flößer, eine Bahn weiter ein römischer Soldat, der an die Via Claudia erinnert. Wer den Parcours bespielt, muss an einer Stelle mit eine Floß den Wasserlauf überqueren, an einer anderen sorgt ebendieses Wasser dafür, dass der Ball ins Loch rollt. 

Bevor Angl das rote Band zerschnitt und mit einem goldenen Ball den ersten Abschlag machte, hatten zunächst Pfarrer Ulrich Schneider und seine Amtskollegin Michaela Tröger den Platz gesegnet. Seit Samstag können Interessierte täglich ab 10 Uhr spielen, der Eintritt mit Königskarte kostet für Erwachsene sechs, für Kinder vier Euro. Familienkarten kosten 16 Euro. gau

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