Forderung der Füssener Christsozialen

Ein Stadtbaumeister für Füssen?

Füssen – Das Amt des Stadtbaumeisters möchte der Füssener CSU-Bürgermeister-Kandidat Maximilian Eichstetter neu besetzen. Das erklärte er jetzt beim dritten CSU-Hoigarte im Hotel Hirsch, zu dem sich etwa 30 Füssener und Füssenerinnen versammelt hatten.

Diese nutzten die Gelegenheit, um mit Eichstetter ihre Fragen und Anliegen zu diskutieren. So konfrontierte der erste Gast Eichstetter, er möge „doch endlich“ hier und heute seine Projekte und Visionen vorstellen und diese entsprechend im Stadtrat als Anträge einbringen. „Das von der CSU-Fraktion eingereichte Konzept zur Lösung der unerträglichen Bus-Park-Situation in Füssen wurde bis heute im Stadtrat nicht wesentlich weiter behandelt, außer einer Arbeitsgruppe zu erstellen“, konterte dieser. 

Deshalb haben er und sein Team beschlossen, die Konzepte des CSU-Ortsverbands erst im Herbst zu veröffentlichen. Der Bürgermeister-Kandidat wies zudem darauf hin, dass die Stadt Füssen derzeit noch 70 offene Projekte, davon 17 Bebauungspläne, zu bewältigen habe. Richtungsweisende Projekte wolle er ab April 2020 mit einem neuen Stadtrat angehen, so Eichstetter. 

Dabei machte er deutlich, dass ein Teil dieser Ideen zur zukünftigen Stadtentwicklung nur durch eine qualifizierte Planung verwirklicht werden könne. So müsse ein neuer Stadtbaumeister Planungs- und Ausführungskompetenz ebenso vorweisen wie technisches und gestalterisches Wissen. 

Wildparken in der Altstadt

Nicole Eikmeier, stellvertretende Ortsvorsitzende, bestätigte Eichstetter in dessen Gedanken, das Amt des Stadtbaumeisters neu und kompetent zu besetzen. Dieser solle jedoch nicht die Bedürfnisse der Bürger aus den Augen verlieren. 

Ein großer Dorn im Auge war den Altstädtern zudem das unkontrollierte Einfahren in die Fußgängerzone sowie das überhand nehmende Wildparken in der Altstadt, besonders an den Wochenenden. So parkten kürzlich an einem Sonntagmorgen bis zu 15 Fahrzeuge „am Kappenzipfel“. Dies müsse dringend durch das Ordnungsamt kontrolliert werden, baten die Anwohner. Auch der Aufruf eines Altstädters, „das Wohnen in der Altstadt wieder lebenswert zu machen“ stieß auf breite Zustimmung. 

Kritik an Verwahrlosung

Die teilweise zunehmende Verwahrlosung von einst stattlichen Häusern in der Brunnen- und Drehergasse seien kein Aushängeschild für Füssen, monierten die Anwesenden weiter. Hier solle die Stadtverwaltung für die Zukunft neue Wege gehen, um die Eigentümer sanft zur Sanierung ihrer Immobilien zu motivieren. 

Deutlich Kritik äußerten die Anwesenden auch an den Eigenveranstaltungen der Stadt. „Die Stadt ist nicht mehr in der Lage Veranstaltungen zu organisieren“, kritisierte ein weiterer Gast. Die Mischung der verschiedenen Musikgattungen lasse oft deutlich an Qualität und Bandbreite zu wünschen übrig. Es soll eine bessere Mischung für Jung und Junggebliebene bieten sowie traditionelle und moderne Musikrichtungen gleichwertig berücksichtigen, so die Anwesenden. 

Sie waren sich einig, dass Füssen familienfreundlich werden sollte und auch qualifizierte Arbeitsplätze für junge Bürger geschaffen werden müssten. Dafür wolle sich Eichstetter einsetzen, wie er erklärte.

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