Hauptversammlung: TSV Hopferau-Eisenberg darf mit Seeg fusionieren

Mitglieder machen Weg frei

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Wechsel an der Vereinsspitze: Paul Linder (rechts) trat von seinem Amt als Erster Vorsitzender des TSV Hopferau-Eisenberg zurück. Zu seinem Nachfolger wählt die Versammlung Alfred Unsin (Mitte), dessen Schatzmeisterposten deshalb Adelbert Graf übernimmt.

Speiden/Eisenberg – Die geplante Fusion mit dem TSV Seeg hat bei der jüngsten, außerordentlichen Jahreshauptversammlung des TSV Hopferau-Eisenberg teilweise hohe Wellen geschlagen.

Dennoch hat sich die große Mehrheit der Teilnehmer des Treffens kürzlich eindeutig dafür ausgesprochen. 50 der nur wenig mehr anwesenden Mitglieder im Café „Christine“ in Speiden stimmten für die „Eigentumsübertragung des gesamten Vereinsgeländes mit Clubheim, Rasen- und Parkplätzen in Unterreuten an die Gemeinden Hopferau und Eisenberg“. 

Diese „Eigentumsübertragung“ war der wohl wichtigste Tagesordnungspunkt an diesem Abend. Sie war als Voraussetzung für den erwogenen Zusammenschluss der beiden Vereine vom Fußballverband zur Bedingung gemacht worden, wie Alfred Unsin betonte, der Paul Linder im Amt als Erster Vorsitzender ablöste. Linder war „aus beruflichen Gründen“ zurückgetreten. 

Alle sollen profitieren

Linder erklärte den Anwesenden, dass die angestrebte „Fusion nicht nur den Fußballern“ nütze, sondern allen Abteilungen des Vereins zugute kommen solle – auch wenn die Vereinigung mit dem TSV Seeg in erster Linie von den Fußballern vorangetrieben werde. Mehr oder weniger in dieselbe Kerbe schlug anschließend auch Linders Amtsnachfolger Unsin, der die Fusion „eine Chance“ nannte, das Ziel, das sich der Verein gesteckt habe, noch besser zu erreichen. 

Dieses besteht in dem Angebot, „Sport auf möglichst breiter Basis treiben zu können“. Deswegen ergänzte er: „Diese Sache ist es wert.“ Etwas anders sah dies vor allem Pius Linder, der an diesem Abend gemeinsam mit Josef Köpf und Josef Fichtl für ihre 50-jährige Mitgliedschaft beim TSV geehrt wurden. 

Demzufolge äußerte er grundsätzliche Bedenken gegen die Fusion und fragte unter anderem, was im Falle eines Zusammengehens mit dem TSV Seeg mit dem Namen des Vereins aus Hopferau und Eisenberg geschehe. 

Seinen Zweifeln traten jedoch unter anderem die Bürgermeister der beiden Gemeinden entgegen. So unterstrich der Hopferauer Rathauschef Gregor Bayrhof, der Verein könne sich darauf verlassen, dass es nach einer möglichen Fusion „genauso weitergeht, wie vorher“, was die Unterstützung seiner Gemeinde für den TSV anbelangt. Und das Eisenberger Gemeindeoberhaupt Manfred Kössel bestätigte, man wolle, „dass der TSV so weitermacht wie bisher.“ 

Während Adelbert Graf anschließend anstatt Unsins zum neuen Schatzmeister gewählt wurde, versicherte der ebenfalls anwesende Erste Vorsitzende des TSV Seeg, Thomas Kaiser, den Zuhörern: „Beide Vereine profitieren von der Fusion!“

lex

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