Pfrontener können jetzt am PC ihren Ausweis beantragen

Gemeinsam mit Andreas Veit (v.l.) aus der Verwaltung gaben der Vorstandsvorsitzende der AKDB, Alexander Schrot, Bürgermeisterin Michaela Waldmann sowie Finanzstaatssekretär Franz Josef Pschierer den Startschuss für das eGovernment in Pfronten. Foto:Sommer

Pfronten – Vom Sofa aus einen neuen Personalausweis beantragen oder sonstigen Papierkram erledigen, das ist ab sofort in Pfronten möglich. Kürzlich wurde hier ein Pilotprojekt gestartet, das Geschäftszeiten und Laufereien für die Bürger überflüssig machen soll und die Verwaltung entlasten könnte.

Bislang blieb dem Bürger der Gang aufs Rathaus nicht erspart, wenn er Papierkram zu erledigen hatte. Doch neben den Geschäftszeiten bedeutete dies vor allem für die Verwaltung viel Arbeit. Mit Hilfe des neuen, maschinenlesbaren Personalausweises und dem neuen Portal kann man sich den Gang sparen – und die Arbeit am PC zu Hause erledigen. Dank der eID-Funktion im neuen Ausweis, die man allerdings nicht entsperren muss, könne man sich sicher und eindeutig ausweisen und so von zu Hause aus Verwaltungsdienstleistungen erledigen, so Finanzstaatssekretär Franz Josef Pschierer, der eigens für den symbolischen Knopfdruck nach Pfronten geeilt war. Vor allem ein spürbar geringerer Eingabeaufwand ergebe sich durch die eID-Funktion, da notwendige Datensätze automatisch aus dem neuen Personalausweis übernommen werden, ist man sich in der Pilotgemeinde für das Ostallgäu sicher. Diese Daten seien fehlerfrei, eine umfangreiche Überprüfung der Daten entfalle damit. 

Aktuell gibt es bereits 60 Kommunen, die über das eGovernment ihre Bürger zu mehr Mitarbeit in der Verwaltung bewegen wollen. Auf deutsch heißt eGovernment elektronische Regierung, im weiteren Sinn die Vereinfachung der Information und Kommunikation zwischen innerhalb der behördlichen Institutionen und mit den Bürgern und Unternehmen. Das neue System, das vor allem die IT-Bereiche der Verwaltung künftig fordern wird, ist modular aufgebaut und kann so an die unterschiedlichen Anforderungen innerhalb einer Kommune oder auf Landkreis- bis hin zur Bundesebene angepasst werden. Zur Vorstellung und dem Start waren auch Vertreter der softwareentwickelnden Firma AKDB nach Pfronten gekommen, wo die neue Bürgermeisterin Michaela Waldmann den symbolischen Knopfdruck vollzog. gau

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