Bürgersprechstunde

Füssener kritisiert lange Planungszeiten

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Läuft alles nach Plan, könnte die Stadt Füssen im kommenden Jahr mit dem Umbau des Busbahnhofs beginnen, erklärte jetzt Bürgermeister Iacob.

Füssen – Die geplanten Kindergärten in Füssen, der Umbau des Busbahnhofs, das städtische Erscheinungsbild und die Radwege beschäftigen die Füssener Bürger, wie jetzt in der Bürgersprechstunde vor der Sitzung des Stadtrats deutlich wurde. 

Dabei nahm Bürgermeister Paul Iacob (SPD) verschiedene Anregungen auf und informierte, dass möglicherweise schon im kommenden Jahr mit dem Umbau des Busbahnhofs begonnen werden könne.

Seit Monaten schwelt der Streit um die öffentliche Nutzung eines Geh- und Radwegs nördlich der Wohnanlage Von-Freyberg-Straße 14,16, 18 und 20. Besagter Weg ist asphaltiert, führt unmittelbar zwischen der von der Firma Hubert Schmid gebauten Wohnanlage und den Bahngleisen vorbei und verbindet vor allem den Venetianerwinkel mit dem Bahnhof und umgekehrt. Dort steht jedoch ein Schild, das besagt: „Zufahrt nur für Berechtigte. Begehung erfolgt auf eigene Gefahr“ und „Kein öffentlicher Weg“ (der Kreisbote berichtete mehrfach). 

Um dieses Problem zu lösen, schlug Jürgen Brecht während der Bürgerfragestunde vor, das Schild „Gemeinsamer Geh- und Radweg“ vor dem Weg, auf städtischem Grund, anzubringen. „Das kann nicht beanstanden werden“, meinte Brecht. Bürgermeister Paul Iacob (SPD) versprach, das zu prüfen. 

Daneben erkundigte sich Brecht auch nach dem neuen Kindergarten im Weidach. Die Baugenehmigung dafür liege bereits vor, antwortete Bauamtsleiter Armin Angeringer. Dort seien vier Gruppen plus eine Notgruppe eingeplant. Das sei bei der Beantragung der Förderung so besprochen worden, fügte der Bauamtsleiter hinzu. 

Auf die Abfallcontainer am Bahnhof und die Mülleimer in der Innenstadt angesprochen, erklärte Iacob, dass die Abfallcontainer auf öffentlichem Grund stehen. Lange seien sie in einem schauderhaften Zustand gewesen, aber nachdem die Stadt das bei der Bahngesellschaft moniert hatte, habe sich das Erscheinungsbild gebessert. Und was den Müll betrifft: „Wir alle sind dazu aufgerufen, Müll zu vermeiden.“ Doch leider gebe es in der Stadt viel Müll durch Coffee-To-Go-Verpackungen oder sonstigen Lieferservice. „Das macht Probleme auch finanzieller Art.“ Deshalb arbeite die Stadt derzeit mit verschiedenen Anbietern an Konzepten für Pfandbecher, so der Rathauschef. 

Bauarbeiten am Busbahnhof könnten 2020 beginnen

Außerdem sei die Stadt gerade dabei ein Konzept für den neuen Busbahnhof zu erarbeiten, fügte Iacob hinzu. Derzeit findet ein Planungswettbewerb dafür statt. Stehe die genaue Planung, „können wir kommendes Jahr sicherlich mit dem Bau beginnen”, so der Rathauschef. 

Warum es bei der neuen Kindertagesstätte auf dem Areal der Kirche „Zu den Acht Seligkeiten“ nicht weitergehe, wollte anschließend Reinhard Turnhofer wissen. „Das dauert fruchtbar lange“, meinte er. „Ja, da haben Sie recht“, erwiderte Iacob. „Wir sind in dem Planungs- und Wettbewerbsverfahren“, so der Rathauschef. Und das dauere eben seine Zeit. „Es gibt keine Bremser“, versicherte er. Zwischenzeitlich hätten sich zehn Projektgruppen getroffen. Daneben hat der Stadtrat bereits die Verkehrsuntersuchung besprochen, fügte Angeringer hinzu. „Auch wenn nach außen nicht so viel dringt. Im Hintergrund laufen viele Prozesse.“ 

Spielplatz an der Klinik? 

Daneben machte Turnhofer auf eine gefährliche Situation für Radler in der Ehrwanger Straße am Wertstoffhof aufmerksam und erkundigte sich, wo der Spielplatz, der im Zuge des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) am Lechuferweg geplant werde, genau hinkommen soll. „Das können wir noch nicht so genau sagen”, meinte der Rathauschef dazu. Turnhofer selbst hielt das Areal an der Füssener Klinik für einen guten Ort dafür. „Das ist eine gute Idee, die haben wir auch schon gehabt”, meinte Bürgermeister Iacob.

kk

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