Bürgerversammlung: Pfronten verzeichnet Einbußen bei Gewerbesteuer

Ein "gewaltiger Rückgang"

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Pfrontens Bürgermeisterin Michaela Waldmann.

Pfronten – Einen stabilen Haushalt, ein Video-Reisezentrum und fortgeschrittene Bauarbeiten am Skizentrum: Obwohl nicht alles rosig in der 13-Dörfer-Gemeinde verläuft, konnte Pfrontens Bürgermeisterin Michaela Waldmann (CSU) jetzt bei der Bürgerversammlung auf einige Erfolge zurückblicken.

Im fast vollbesetzten Festsaal ging die Rathauschefin in ihrem zweistündigen Vortrag zuerst auf die finanzielle Situation Pfrontens ein. Die 13-Dörfer-Gemeinde habe einen robusten und sicheren Haushalt – trotz verschlechterter Rahmenbedingungen im Vergleich zu 2016, erklärte Waldmann. „Wir haben einen gewaltigen Rückgang bei den Gewerbesteuern um 700.000 Euro. Das ist der Umstrukturierung eines Maschinenbau-Großbetriebes zu verdanken. Darauf hat die Gemeinde leider keinen Einfluss“, sagte Waldmann. 

Trotz allem liege die pro Kopf-Verschuldung bei gerade einmal 967 Euro pro Bürger. Das solide Wirtschaften und die ständige Schuldenrückführung seit 2005 haben sich bezahlt gemacht, so Waldmann.Trotz einiger Bauvorhaben, die entweder schon begonnen oder gerade in der Planung sind, habe Pfronten einen genehmigten und fest zugesagten Kredit in Höhe von 2.750.000 Euro bis jetzt noch gar nicht in Anspruch nehmen müssen. Ein äußerst positiver Umstand, so Waldmann. Daneben sei Pfronten oft gezwungen, weiter, oft unerwartete Investitionen zu tätigen, so die Bürgermeisterin. Nachdem Pfronten ab jetzt ein Mitglied der europäischen Wanderdörfer ist, sei ein neues Infoterminal für die Gäste am Haus des Gastes unumgänglich, sagte Waldmann. 

Daneben wurde bereits begonnen am alten Bahnhof in Pfronten Ried ein Video-Reisezentrum zu errichten. Hier kann der Gast direkt übers Internet mit der Bahnzentrale in Kempten kommunizieren. Daneben wurde 2017 mit dem Umbau bzw. Neubau des Skizentrums Pfronten begonnen, sagte die Rathauschefin. Das Projekt stehe fast vor seiner Vollendung und könne wie geplant zur Wintersaison 2017/2018 in Betrieb gehen. 

Am Ende der Bürgerversammlung zeigten sich viele Zuhörer über das friedliche Miteinander überrascht. Schließlich war Pfronten noch 2016 auf Plakaten als Tal des Stillstands bezeichnet worden. Von Stillstand sei nichts mehr zu spüren, meinte einer der Zuhörer. Es gehe voran in Pfronten.

Ralph Finger

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