Bürgermeister Berktold lässt die Katze aus dem Sack

Feneberg kommt nach Seeg

+
Griechischer Einfluss in der Gastronomie: Bürgermeister Markus Berktold (rechts) stellt am Montagabend in der Bürgerversammlung Cristina Kithsou (Mitte) und Evangelos Kakos als neue Wirtsleute im Gemeindezentrum Seeg vor.

Seeg – Es war der letzte Tagesordnungspunkt der Bürgerversammlung in Seeg, und dennoch bezeichnete Bürgermeister Markus Berktold ihn als „das wichtigste Thema heute Abend“.

Umso gebannter lauschend ließen sich die rund 180 Besucher im großen Saal des Gemeindezentrums vom Rathauschef informieren. Demnach wird das Kemptener Unternehmen Feneberg 2020/21 einen seiner Märkte im Honig-Dorf errichten. Hinsichtlich der Nahversorgung sei der knapp 3000 Einwohner zählende Ort laut Berktold „eigentlich ganz gut bestückt“, was Lebensmittel- und andere wichtige Geschäfte betreffe. 

Nachdem der Rathauschef den Anwesenden unter anderem einen Rückblick auf das vergangene Jahr und eine Vorschau für 2019 präsentiert hatte, verkündete er, dass ein sogenannter Nahversorger in der Ortsmitte Seegs errichtet werden soll, dessen Eröffnung nach Auskunft des Geschäftsführers der Firma „Feneberg“, Christof Feneberg, „für circa 2020/21 geplant“ sei. Bauen wird den Komplex, zu dem auch Wohn- und weitere Gewerbeflächen dazugehören werden und der beim ehemaligen Gasthof Adler entstehen soll, die Firma Brefa aus dem Unterallgäu. 

Deren Geschäftsführer Gerhard Breher bestätigte bei der Versammlung, was zuvor schon Bürgermeister Berktold erwähnt hatte: Nämlich, dass Brefa den Gebäudeteil, in dem der Feneberg-Markt untergebracht werden soll, an die Gemeinde Seeg verkaufen werde. Bevor der bei dem Bauvorhaben federführende Architekt Otto Blender den Zuhörern drei verschiedene Planungsentwürfe erläuterte, stellte Berktold das Konzept „Nahversorgung Seeg“ mittels Antworten auf fünf Fragen vor, die sich der Gemeinderat im Zuge der diesbezüglichen Überlegungen seit Planungsbeginn vor zweieinhalb Jahren gestellt hatte. 

Dabei unterstrich Berktold, dass man sich dabei ebenso „für einen Vollsortimenter entschieden“ habe, wie für dessen Platzierung in der Ortsmitte und eine Investorenlösung. In Bezug auf die finanziellen Aspekte des Bauvorhabens erklärte der Bürgermeister zudem: „Es soll eine schwarze Null rauskommen.“ 

Sanierungen stehen an

Während Berktold darüber hinaus betonte, dass man sich für den Standort in der Ortsmitte entschieden habe, um „den Ortskern zu beleben“, zog er das Fazit, dass Politik und Verwaltung der Gemeinde „eine professionelle und nachhaltige Lösung gefunden“ habe. 

Der Baukomplex im Zentrum von Seeg stellte indes nur eine von mehreren kommunalen Maßnahmenschwerpunkten dar, die das Gemeindeoberhaupt in seiner Vorschau auf das Jahr 2019 den Bürgern vorstellte. 

Nach seinem zügigen Haushaltsbericht über das zurückliegende Jahr, in dem er unter anderem die Pro-Kopf-Verschuldung der Einwohner Seegs mit 1444 Euro bezifferte, und hervor hob, dass der Verwaltungshaushalt dem Vermögenshaushalt 857 000 zugeführt habe, zählte er so etwa den Breitband- und Erdgasausbau genauso auf, wie den Straßen-, Geh- und Radwegbau. Außerdem müssten gemeindliche Liegenschaften und Abwassereinrichtungen saniert werden.

Und schließlich wolle die Gemeindeverwaltung den Tourismus im Ort weiter fördern, dessen Entwicklung Berktold als positiv bewertete. Dazu trage letztlich wohl auch das Alleinstellungsmerkmal „Honigdorf“ bei, fügte er hinzu und freute sich, dass der Seeg mittlerweile einer von 100 Genussorten in Bayern sei.

lex

Auch interessant

Meistgelesen

Knotenpunkt A7/B310 wird drei Wochen lang gesperrt
Knotenpunkt A7/B310 wird drei Wochen lang gesperrt
Füssener CSU stellt Parkkonzept für Reisebusse vor
Füssener CSU stellt Parkkonzept für Reisebusse vor
Nach Streit betrunken zur Polizei gefahren
Nach Streit betrunken zur Polizei gefahren
Gemeinsam durch den Schlamm
Gemeinsam durch den Schlamm

Kommentare