Maximal ausgeschöpft

Bund und Land fördern Flachdachsanierung des Bundesleistungszentrums mit 60 Prozent

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Für die Sanierung des undichten Flachdachs am Bundesleistungszentrum muss die Stadt Füssen nun doch weniger ausgeben als gedacht.

Füssen – Die Stadt Füssen muss bei der Flachdachsanierung seines Eisstadions nun weniger bezahlen als gedacht. Denn der Bund erhöht seinen Fördersatz um zehn Prozent auf insgesamt 35 Prozent. Damit fördern Bund und Land nun insgesamt 60 Prozent der Kosten.

Das geben jetzt Bundestagsabgeordneter Stephan Stracke (CSU) und seine Landtagskollegin Angelika Schorer (CSU) bekannt. Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesinnenministerium, Stephan Mayer, teilte kürzlich Stracke die Nachricht mit, dass der Bund die Flachdachsanierung am Bundesstützpunkt Eishockey und Curling in Füssen nun mit einem Fördersatz von insgesamt 35 Prozent bezuschusst. 

Nachdem auch der Freistaat Bayern zugesagt hat, dass er seine Förderung um fünf Prozent erhöhen werde, übernehmen Bund und Land nun gemeinsam 60 Prozent der zuschussfähigen Kosten, statt der bislang zugesagten 50 Prozent. „Das ist ein großartiges Ergebnis“, freute sich Stracke, der sich nach eigenen Angaben gemeinsam mit seiner Landtagskollegin Angelika Schorer seit Monaten für eine deutliche Erhöhung der Fördermittel von Bund und Land für die Flachdachsanierung einsetzt hatte. 

Enge Begleitung 

„Zudem hat mir der Regierungspräsident von Schwaben Dr. Erwin Lohner heute mitgeteilt, dass die Regierung mit Datum vom 16. Oktober dem vorzeitigen Maßnahmenbeginn zugestimmt hat.” Diese Zustimmung sei notwendig gewesen, um Nofallmaßnahmen angehen zu können. Diese sollen verhindern, dass bis zum voraussichtlichen Beginn der Sanierungsarbeiten im kommenden Frühjahr weiteres Regenwasser in die Sportstätte eindringt. „Damit ist der Startschuss für die dringende Sanierung der eingebauten maroden Foliendächer am Bundesstützpunkt gefallen und der mehrere Jahre dauernde Prozess der Vorbereitung endlich zu einem sehr guten Ende gekommen“, freute sich Stracke. 

Die Sanierung des Bundesstützpunktes war 2016 und 2017 an der Stadt Füssen gescheitert, obwohl zum damaligen Zeitpunkt eine Förderung des Bundes von 40 Prozent und des Landes von 25 Prozent möglich gewesen wäre (der Kreisbote berichtete). Um ein erneutes Scheitern zu verhindern, hatten Stracke und Schorer den Förderantrag der Stadt Füssen eng begleitet und sich mit den Entscheidungsträgern auf Bundes- und Landesebene in Verbindung gesetzt, wie sie erklären. Doch nach 2017 haben sich die Förderrichtlinien geändert. „Nun ist die Bundesbeteiligung bei solchen Baumaßnahmen auf grundsätzlich bis zu 30 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten beschränkt, die Landesbeteiligung auf bis zu 20 Prozent“, erklären Stracke und Schorer. Eine Überschreitung dieses Höchstsatzes könne laut Richtlinie nur in „nachvollziehbar begründeten Ausnahmefällen“ erfolgen. 

Hier hatten die beiden Abgeordneten angesetzt – mit Erfolg. Schorer hatte Anfang Juni 2019 eine Zusage des Bayerischen Innenministers Joachim Herrmann erhalten, dass der Freistaat Bayern seine Förderung um bis zu fünf Prozent auf bis zu 25 Prozent anhebt – allerdings unter der Voraussetzung, dass der Bund seine Förderung in gleichem Umfang anhebt. Um auch den Bund für eine Erhöhung des Fördersatzes zu gewinnen, hatte Stracke nach eigenen Angaben mehrfach Gespräche mit dem Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesinnenministerium, Stephan Mayer, und der zuständigen Fachabteilung im Bundesinnenministerium geführt. 

Keine Änderung 

„Mit der Zusage des Bundes, die Dachsanierung definitiv mit einem Fördersatz von 35 Prozent zu bezuschussen, haben wir den möglichen Spielraum maximal ausgeschöpft und erhöhen die Gesamtförderung um zehn Prozent“, erklären die beiden Abgeordneten. „Das ist vor dem Hintergrund der prekären finanziellen Lage der Stadt Füssen und der überregionalen Bedeutung des Bundesstützpunktes für den Spitzensport ein hervorragendes Ergebnis“, freuen sich Stracke und Schorer. „Bund und Land beteiligen sich nun mit einem Fördersatz von insgesamt 60 Prozent an der Flachdachsanierung. Bei den Sanierungsmaßnahmen im Bereich der Umkleiden und Sanitäranlagen bleibt es nach derzeitigem Stand bei einer Förderung von 50 Prozent“, so Stracke und Schorer abschließend. 

Die beiden Abgeordneten gehen davon aus, dass die Stadt Füssen zeitnah den Zuwendungsbescheid von Bund und Land erhalten wird.

red

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