Besondere Vorsicht ist bei steigenden Tempertauren

Die Kröten sind wieder unterwegs

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In den ersten warmen Tagen machen sich Kröten und Försche auf den Weg zu ihren Laichgewässern.

Landkreis – Während noch bis vor kurzem der gefrorene Boden den Aufbau der Amphibienschutzzäune entlang der Straßen verhinderte, lockt nun der rasche Temperaturanstieg Kröten, Frösche und Molche aus den Winterquartieren.

BUND Naturschutz und Landratsamt Ostallgäu bitten daher alle Autofahrer, an diesen Tagen besonders rücksichtsvoll zu fahren oder, wenn möglich, bekannte Amphibienwanderstrecken zu umfahren. Besondere Vorsicht gelte im Bereich von Tümpeln, Teichen und Weihern, denn hier ist besonders mit wandernden Tieren zu rechnen.

Auch auf die freiwilligen Helfer des BUND Naturschutz (BN), die auf der Straße sind, um die Tiere über die Straße zu tragen, sollte stets geachtet werden. Mit den ersten warmen Tagen und frostfreien Nächten machen auch die ersten Amphibien sich in den Abend- und Nachtstunden auf den Weg zu ihren Laichgewässern.

Freiwillige Helfer des BUND Naturschutz tragen Amphibien über die Straße.

Ab einer nächtlichen Temperatur von circa 5° C und insbesondere bei regnerischem Wetter sind die fortpflanzungsbereiten Tiere dann massenweise unterwegs. Deshalb sind in den kommenden Wochen erneut die zahlreichen ehrenamtlich Aktiven des BUND Naturschutz auch im südlichen Ostallgäu an Straßenrändern unterwegs, kontrollieren jeden Abend und oft auch morgens die Fangzäune und bringen die eingesammelten Tiere sicher auf die andere Straßenseite. Bis Ende April müssen die Autofahrer deshalb auf den heimischen Straßen mit den Amphibien rechnen oder mit Menschen, die zu deren Schutz in den Morgen- und Abendstunden unterwegs sind.

Landratsamt appelliert

„Viele Amphibien können wir vor dem Straßentod retten. Aber der Rückgang der Insekten macht ihnen schwer zu schaffen: Hauptnahrung der Amphibien sind Insekten!“, so Josef Kreuzer, Vorsitzender der BN-Kreisgruppe Ostallgäu. Auch das Landratsamt weist darauf hin, dass die heimische Region ein beliebtes Zuhause von Fröschen, Molchen und Co ist. Neben relativ häufigen Arten wie der Erdkröte, kommen im Ostallgäu auch bedrohte Arten wie Gelbbauchunke, Kreuzkröte und Kammmolch vor. 

Durch den Verlust oder die Beeinträchtigung ihrer Habitate verschlechterten sich aber auch an manchen Stellen im Landkreis die Lebensbedingungen für die Amphibien. Da sich die Tiere jetzt wieder auf den Weg machen, bittet das Landratsamt alle Bürger zur Mithilfe zum Schutz der Tiere. Im Kreisgebiet befinden sich Amphibienzäune bei: Schapfensee und Bannwaldsee, Seeger See, Schwaltenweiher und am Kuhstallweiher.

BN-Kreisverbands-Vorsitzender Josef Kreuzer wünscht sich, dass die Krötenrettung im Landkreis an all diesen Strecken auch in Zukunft weiter stattfinden wird: „Viele Helferinnen und Helfer kommen in die Jahre. Wir hoffen, dass es überall gelingt, dass die Betreuung der Zäune von Jüngeren übernommen wird.“ 

Wer bei der Krötenrettung im südlichen Landkreis mithelfen will, kann sich unter der E-Mail-Adresseostallgaeu-kaufbeuren@bund-naturschutz.de anmelden.

kb

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