Elektrifizierung rückt in Reichweite

Bundesamt prüft Pläne: Ab Dezember 2021 sollen Elektrozüge von Pfronten nach Reutte fahren

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Die Bahnstrecke zwischen Reutte und Vils/Schönbichl ist bereits elektrifiziert. Ab Dezember 2021 soll die Bahnstrecke zwischen der Staatsgrenze und Pfronten-Steinach nachziehen.

Pfronten – Ab 2021 sollen Elektrozüge zwischen Pfronten-Steinach und der Grenze zu Österreich unterwegs sein. Denn die Deutsche Bahn (DB) hat die Planunterlagen für die Elektrifizierung der Bahnlinie dem Eisenbahn-Bundesamt zur Prüfung und Genehmigung übergeben.

Das gab Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) bekannt.

„Das ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zu mehr elektrischem Bahnverkehr im Allgäu“, freut sich Schreyer. Die Hauptbauleistungen sollen voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2021 erfolgen, damit die Bahn ab Dezember 2021 den elektrischen Betrieb aufnehmen kann. „Gemeinsam mit unseren Tiroler Partnern werden wir dies dann zum Anlass nehmen, auch auf der Strecke von Pfronten-Steinach nach Reutte den Stundentakt einzuführen“, so die Ministerin. Dank der Verlängerung der Oberleitung auf dem 1,4 Kilometer langen Streckenabschnitt auf der bayerischen Seite der Landesgrenze wird ab Dezember 2021 erstmals eine umsteigefreie Bahnverbindung von München über Garmisch-Partenkirchen nach Pfronten-Steinach entstehen. Auf österreichischer Seite ist der Streckenabschnitt von Reutte in Tirol bis zur Staatsgrenze bei Vils bereits elektrifiziert.

Barrierefreier Bahnhof

Anschließend wird die DB den Bahnhof Pfronten-Steinach bis Ende 2022 barrierefrei ausbauen. Für die Finanzierung von Aus- und Neubauarbeiten an DB-Strecken ist nach Maßgabe des Grundgesetzes der Bund zuständig. Da in den vergangenen Jahren aber nicht genug Bundesmittel zur Verfügung standen, habe der Freistaat Bayern freiwillig knapp 340.000 Euro Landesmittel bereitgestellt, so das Verkehrsministerium. Die DB schätzt die Baukosten für die Oberleitung derzeit auf rund 1,5 Millionen Euro, für den barrierefreien Ausbau des Bahnhofs veranschlagt sie 2,2 Millionen Euro.

Vier Projekte in Schwaben

Die Elektrifizierung der Bahnlinie von der Staatsgrenze nach Pfronten-Steinach ist eines von vier Elektrifizierungsprojekten im südlichen Schwaben. Im Dezember soll mit der Strecke München – Geltendorf – Memmingen – Lindau das größte dieser drei Elektrifizierungsprojekte abgeschlossen werden. Im Dezember 2021 soll auch der elektrische Betrieb zwischen Ulm, Friedrichshafen und Lindau aufgenommen werden. Zudem werde der Freistaat voraussichtlich in diesem Jahr die Vorentwurfsplanungen für die Elektrifizierung der Bahnlinie von Kempten über Memmingen nach Neu-Ulm einschließlich der Zweigstrecke Senden-Weißenhorn in Auftrag geben.

kb

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