30-jähriger Ungar geht Beamten bei Einreisekontrolle ins Netz

Bundespolizei fasst international gesuchten Betrüger am Grenztunnel 

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Symbolfoto: Da klickten die Handschellen: Am Dienstag geht der Polizei ein mit internationalem Haftbefehl gesuchter Betrüger am Grenztunnel Füssen ins Netz.

Füssen - Ein Betrüger aus Ungarn, der mit internationalem Haftbefehl gesucht wurde, ist der Kemptener Bundespolizei nach eigenen Angaben am Dienstag auf der A7 ins Netz gegangen. Die Polizei überprüfte ein Fahrzeug, als der Fahndungscomputer bei der Einreisekontrolle des Mannes Alarm schlug. 

Am Mittwochnachmittag hat die Bundespolizei einen mit internationalem Haftbefehl gesuchten Betrüger in Auslieferungshaft gebracht, der ihr am Vortag beim Füssener Grenztunnel ins Netz gegangen ist. Die Kemptener Bundespolizisten hatten dort die Insassen eines in Ungarn zugelassenen Fahrzeugs kontrolliert. Der ungarische Ausweis eines Mitfahrers war bereits seit Mai 2019 abgelaufen. Bei der Fahndungsüberprüfung stellten die Beamten außerdem fest, dass die ungarische Justizbehörde den 30-Jährigen mit einem internationalen Haftbefehl sucht, um ihn ausliefern zu lassen. 

Der Ungar war nach Angaben der Polizei bereits verurteilt worden, nachdem er 2017 mit einem Komplizen in vier Fällen beim Holzverkauf betrogen und so die Geschädigten um schätzungsweise 2500 Euro gebracht hatte. 

Da sie eine manipulierte Waage zum Holzverkauf benutzt hatten, hatten die Käufer viel weniger Brennholz erhalten, als sie bezahlt hatten. Im Haus eines ihrer Opfer hatten die Täter zudem Bargeld von über 1000 Euro gestohlen und einen Schaden von rund 3000 Euro angerichtet.

Nachdem die Bundespolizisten den 30-Jährigen dem Richter vorgeführt hatten, lieferten sie den Straftäter am Mittwochnachmittag in die Justizvollzugsanstalt Kempten ein.

kb

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