Migrantinnen aus Syrien wollen illegal nach Deutschland einreisen

Grenze bei Füssen: Rumäninnen entpuppen sich als Syrerinnen

+
Der mutmaßliche Schleuser der drei Migrantinnen aus Syrien sitzt mittlerweile in der JVA Kempten.

Füssen – Am heutigen Dienstag hat die Bundespolizei eigenen Angaben zufolge einen mutmaßlichen Schleuser in Untersuchungshaft gebracht. Der Rumäne hatte am Vortag versucht, mit Hilfe eines Landsmannes, drei syrische Frauen unerlaubt nach Deutschland zu bringen.

Am frühen Montagmorgen überprüften Kemptener Bundespolizisten am Grenztunnel Füssen die fünf Insassen eines in Rumänien zugelassenen Pkws. Der 56-jährige Fahrer sowie der 52-jährige Beifahrer wiesen sich jeweils mit ihren gültigen rumänischen Dokumenten aus. 

Der Fahrer legte zudem einen libyschen Führerschein vor. Da der polizeibekannte 56-Jährige bereits seit 2016 mit Wohnsitz im Allgäu gemeldet ist, hätte er den Führerschein allerdings umschreiben lassen müssen. 

Auf dem Rücksitz des Wagens saßen drei Frauen, im Alter von 21, 23 und 25 Jahren, die sich mit rumänischen Identitätskarten auswiesen und behaupteten die Töchter des Fahrers zu sein.

Ersten Ermittlungen der Grenzschützer zufolge besteht zwischen den Frauen und Männern aber keinerlei Verwandtschaftsverhältnis. Die mutmaßlich Geschleusten gaben später dann auch an, Schwestern und syrische Staatsangehörige zu sein. 

Die jungen Migrantinnen, deren Eltern ebenso im Allgäu leben, hatten angeblich mehrere tausend Euro für die Reise nach Deutschland aufbringen müssen. Die falschen Ausweise habe der Fahrer für mehrere hundert Euro in Rumänien beschafft.

Die Bundespolizisten zeigten die mutmaßlich geschleusten Frauen wegen des Verdachts der Urkundenfälschung sowie versuchter unerlaubter Einreise an und leiteten sie aufgrund der Schutzersuchen an die zuständige Aufnahmeeinrichtung weiter. 

Den Beifahrer entließen die Beamten nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft auf freien Fuß. Der Mann wird sich nun wegen Einschleusens von Ausländern verantworten müssen. 

Der mutmaßliche Schleuserfahrer erhielt eine Anzeige wegen Einschleusens von Ausländern und Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Die Bundespolizisten lieferten den Rumänen am Dienstagnachmittag nach der Richtervorführung in die Justizvollzugsanstalt Kempten ein.

kb

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Coronavirus im Ostallgäu: Zahl der Infizierten steigt – drei weitere Todesfälle 
Coronavirus im Ostallgäu: Zahl der Infizierten steigt – drei weitere Todesfälle 
Ausgehbeschränkung: Nach zahlreichen Verstößen wird Füssener Polizei ihre Kontrollen verstärken
Ausgehbeschränkung: Nach zahlreichen Verstößen wird Füssener Polizei ihre Kontrollen verstärken
Die noch geöffneten Geschäfte in Füssen bemühen sich um bestmöglichen Schutz
Die noch geöffneten Geschäfte in Füssen bemühen sich um bestmöglichen Schutz
Hoteliers in Füssen und Umgebung leiden massiv unter der Corona-Krise
Hoteliers in Füssen und Umgebung leiden massiv unter der Corona-Krise

Kommentare